Niederlage nach großem Kampf

Die Landesklasse-Fußballer des SV Lichtenberg haben das Sachsenpokalspiel gegen Budissa Bautzen mit 1:2 verloren. Der ehemalige Regionalligist musste dafür aber länger bleiben.

Lichtenberg.

Am Ende hat es nicht ganz gereicht: Die Fußballer des SVLichtenberg boten in ihrer Erstrundenbegegnung dem FSV Budissa Bautzen ordentlich Paroli, mussten am Ende aber die Segel streichen. Sie unterlagen dem ehemaligen Regionalligisten, der sich vor der Saison bis in die Landesliga zurückzog, mit 1:2 nach Verlängerung.

Das Spiel begann mit einem Ausrufezeichen. Denn Max Rülicke traf mit seinem Abschluss von der linken Seite die Querlatte des Tores der Gastgeber, von wo aus das Leder wieder ins Feld sprang. Das Gehäuse der Landesklasse-Mannschaft aus Mittelsachsen hütet im Pokal Simon Esser, dessen Heimat normalerweise das Tor der "Zweiten" aus Lichtenberg, zwei Ligen tiefer in der Mittelsachsenklasse, ist. Doch spätestens, als die spielerisch unterlegenen Gastgeber begannen, immer wieder vereinzelte Nadelstiche zu setzen und mit Mut und Leidenschaft dagegenhielten, dürfte Budissa-Trainer Hentschel an der Seitenlinie so manches graue Haar gewachsen sein. Zudem vereitelte SVL-Schlussmann Esser so manche Chance mit teils sensationellen Paraden. "Wir haben den Bautzenern mit unserem aggressiven Zweikampfverhalten den Schneid abgekauft", sagte der Keeper der Gastgeber nach dem Spiel. Mit einem torlosen Unentschieden ging es in die Pause.

Parallel zur ersten begann auch die zweite Halbzeit wieder mit einem Paukenschlag. Denn obwohl physisch präsent, waren die Gastgeber mental noch nicht richtig auf dem Platz. Die Folge war das 0:1. Tom Hagemann hatte zur schnellen Führung getroffen. Knapp fünf Minuten danach hatten die Hausherren Glück, als die Lausitzer nach einem Freistoß erneut das Lichtenberger Aluminium testeten - es war die stärkste Phase der Gäste. So mancher Zuschauer dachte wohl, nun würden unweigerlich Tore fallen. Doch die SVL-Kicker nahmen wieder Fahrt auf und wehrten sich gegen die Lausitzer. "Unsere Mannschaft hat sich aufgerieben. Alles kann man nicht verteidigen, aber in der zweiten Hälfte haben wir kaum etwas zugelassen", so Esser.

Fünf Minuten vor Schluss fiel der viel umjubelte Ausgleich durch SVL-Kapitän Torsten Gronwaldt. "Ich freue mich besonders über das Tor von ihm. Das wollte er eigentlich schon im Pokalfinale in Lunzenau erzielen, hat es sich aber wohl dann doch für dieses besondere Spiel aufgehoben", fügte Esser mit einem Augenzwinkern hinzu. In der Verlängerung wirkte das Spiel des Favoriten dann über weite Strecken ein wenig orientierungslos. "Bautzen wurde mit zunehmender Spielzeit immer nervöser, das hat man gemerkt", brachte es Esser auf den Punkt.

Die SVL-Fans auf dem Hügel hatten ihre Orientierung jedoch längst gefunden und unterstützen ihre Farben so leidenschaftlich es nur ging. Da fiel es auch nicht ganz so ins Gewicht, als sechs Minuten vor Schluss doch noch der Siegtreffer für Budissa fiel. Ein Konter hatte dafür gereicht. Die Gastgeber konnten den Platz an diesem späten Nachmittag trotzdem erhobenen Hauptes verlassen. Denn die Leistung vor dem Auftakt nächste Woche gegen Bannewitz stimmte.

Statistik Lichtenberg: Esser - Stehr, Schneider, Scholz, Häuser, Bellmann (87. P.Molnar), Kluge, Gronwaldt, Miersch, Timmel (70. Manolaj), Eckhardt (75. Kohl) - FSV Budissa Bautzen: Zoul - Patka, Lehmann, Hagemann (75. Mühlmann), Kubitz (91. Fischer), Noack (63. Hentsch), Gärtner, Hentschel (119. Meißner), Rülicke, Gröschke, Sidlo - Tore: 0:1 Hagemann (46.), 1:1 Gronwaldt (85.), 1:2 Sidlo (113.) - SR: Haubner (Meerane) - Zu.: 245

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