Niederwiesa nach der Pause obenauf

In der Qualifikation des Fußball-Kreispokals hat sich der SV Grün-Weiß bei "Namensvetter" Leubsdorf durchgesetzt. Aber auch die Gastgeber hatten ihre Höhepunkte.

Leubsdorf.

Würde es beim Fußball einen Sonderpreis für die sehenswertesten Tore geben, hätte diesen in der Pokal-Ausscheidungsrunde zwischen dem SV Grün-Weiß Leubsdorf und dem SV Grün-Weiß Niederwiesa die Leubsdorfer Elf erhalten. Da Fußball jedoch nach wie vor ein Ergebnissport ist, sammelten die Gäste aus Niederwiesa sämtlich Meriten ein. Denn sie gewannen 5:2 (1:1) und dürfen nun weiter im Kreispokal mitmischen.

Die Anfangsphase gehörte eindeutig dem SVN. Die Gäste bestimmten die Taktzahl und ließen die Platzherren nicht zur Entfaltung kommen. Nachdem Dominque Rüger das Spielgerät zunächst an die Latte geballert hatte, besorgte Maik Lasch in der 19. Minute das 1:0 für die Gäste. "In dieser Phase haben wir das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten", sagte Niederwiesas Trainer Stefan Gerlach. Nach der ersten Trinkpause habe man sich aber den Schneid abkaufen lassen. Leubsdorf kam tatsächlich besser ins Spiel. Ein erstes Achtungszeichen setzte Nick Bellmann mit einem Freistoß, den Niederwiesas Torwart Sebastian Widera nur unter Aufbietung aller Fähigkeiten abwehren konnte. Kurz vor der Pause klingelte es dann: Robin Liedig beförderte einen Freistoß so gekonnt zum 1:1 ins obere Eck, wie es Nationalspieler Toni Kroos nicht hätte besser machen können.

So fiel die Pausenansprache in der Niederwiesaer Kabine deutlich lauter aus als sonst, "da wir leistungsmäßig merklich nachgelassen hatten", sagte Gerlach. Um weiteren Ärger mit dem Coach zu vermeiden, legten seine Männer jetzt los. Marius Harlos stellte sofort nach Wiederanpfiff auf 2:1, Michael Mühlberg erhöhte mit einem Doppelschlag auf 4:1 (53., 55.). Die Gastgeber gaben sich aber noch nicht geschlagen. Nach einer Stunde erlebte Ronny Zengler eine Sternstunde seiner Laufbahn. Im Anschluss an eine Ecke hämmerte er die Kugel volley in die Niederwiesaer Kiste - 2:4.

Den Leubsdorfer Hoffnungen, dem Spiel noch eine Wende zu geben, erteilte aber Marius Harlos eine Abfuhr: Nach seinem 5:2 war die Entscheidung gefallen. "Das Gegentor zu Beginn der 2. Halbzeit haben wir gar nicht verkraftet", sagte Leubsdorfs Trainer Silvio Preißler, der in dieser Partie auf drei Stammspieler verzichten musste. "Vielleicht ist das Ergebnis um ein Tor zu hoch ausgefallen. Doch am Sieg der Niederwiesaer gibt es nichts zu rütteln."

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