Ohne Aufstiegspläne ins Saisonfinale

Die Hockey-Damen des Freiberger HTC kämpfen um die mitteldeutsche Meisterschaft. Die Gründe für den Verzicht auf die Regionalliga sind vielfältig.

Freiberg.

Die Hockey-Damen des Freiberger HTC greifen am Wochenende als Vorrundenzweiter der Mitteldeutschen Oberliga nach dem Titel in der Mitteldeutschen Meisterschaft. Auf den damit verbundenen Aufstieg in die Hallenregionalliga Ost muss der Club, sollte der Fall eintreten, jedoch verzichten.

FHTC-Sportchef und Damen-Coach Herbert Seifert nennt vor allem personelle Gründe für den Verzicht. "Als Hockeyverein im Einzugsgebiet großer Städte wie Dresden, Chemnitz und Leipzig unterliegen auch wir einer gewissen Fluktuation. Spielerinnen wechseln oder verlassen nach dem Schulabschluss die Stadt für die Ausbildung und schließen sich anderen Vereinen an." Das würde den Verein in diesem Jahr besonders hart treffen, so der 63-Jährige. Den Hockeyclub verlassen nach der Hallensaison zahlreiche Spielerinnen. Torhüterin Susanna Beck und Henryetta Paleit beginnen ein Auslandsstudium, Lisa-Marie von Wolfersdorf und Katharina Korb stehen aus beruflichen Gründen nicht immer zur Verfügung. "Bei weiteren Spielerinnen besteht für die kommende Hallensaison ebenfalls noch keine absolute Planungssicherheit", sagt Seifert. Zudem sei die Teilnahme an einer Hallenregionalligasaison in Ostdeutschland zweifelsohne eine wirtschaftliche Herausforderung. "Und wenn dann der Kader nicht zu 100 Prozent steht, muss man konsequent sein." Die Freiberger wollen kein Risiko von Strafgeldern im Falle eines Nichtantritts eingehen. In solch einer starken Liga mit mehr als doppelt so vielen Spielen wie in der laufenden Saison bestehe ebenfalls die Gefahr, dass das Team dem Wettbewerb nicht standhalten kann", so der FHTC-Coach.

Bis neuer Nachwuchs ins Damenteam nachrückt, wird noch ein Jahr vergehen. "Gerade in den Jahrgängen 2003/2004 haben wir zu wenig Spielerinnen, dass fällt uns jetzt auf die Füße." Zwar habe man auch Zuwachs durch Spielerinnen bekommen, die nach Abstinenz wieder zum Schläger greifen, aber der direkte Sprung in eine höhere Spielklasse ist für die meisten noch zu groß.

Trotzdem will das Team in Leipzig die Meisterschaft gewinnen und muss dafür am Samstag im ersten Halbfinale den Leipziger SC schlagen. In der Vorrunde trennte sich der FHTC von den Leipzigerinnen mit 2:2. "Das wird eine enge Kiste, aber mit der richtigen Einstellung sollte das möglich sein", sagt Seifert. Im zweiten Halbfinale stehen sich am Samstag der HCLG Leipzig und SSC Jena gegenüber. Am Sonntag steigt das Finale um die Meisterschaft.

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