Oldie hat noch lange nicht genug

Bei der Sportplatzeinweihnung in Marbach lief auch der Claußnitzer Daniel Göhlert bei der Promi-Elf auf. Mit seinem Heimatverein hat der Ex-Profi diese Saison große Ziele.

Claußnitz/Marbach.

Diese Rettungstat kurz vor der Torlinie hätte am Samstag auch ein aktueller Bundesligaspieler nicht besser hinbekommen. Beim Spiel der Traditionself ehemaliger Profis aus dem Osten beim SV Marbach bugsierte Daniel Göhlert eine scharfe Eingabe noch so über das Tor, dass die Marbacher nur einen Eckball bekamen - der Ex-Profi des Chemnitzer FC und von Union Berlin kann es immer noch.

Spielentscheidend war die Szene gewiss nicht, die ehemaligen Bundesliga-Kicker gewannen in Marbach anlässlich der dortigen Sportplatzeinweihung mit 18:5. Für Daniel Göhlert, der seine Profikarriere 2014 beim 1. FC Union Berlin beendet hatte und seitdem für den TSV Einheit Claußnitz spielt, war es eine Schnuppereinheit auf dem neuen Sportplatz. "Dieser Platz ist ein echter Leckerbissen und zeigt, was möglich ist, wenn die Gemeinde sich kümmert", sagt der 38-Jährige, der mit seiner Familie in Claußnitz wohnt und dort in den kommenden Jahren auch auf die Sanierung des dortigen Sportplatzes hofft.

Schon am Sonntag könnte er noch einmal in den Genuss kommen, auf dem neuen Grün zu spielen. Dann starten die Claußnitzer mit einem Auswärtsspiel in Marbach die neue Mittelsachsenklasse-Saison. "Ob ich da dabei bin, weiß ich aber noch nicht. Bei Auswärtsspielen entscheide ich das meist kurzfristig - bei den Heimspielen laufe ich oft mit auf", sagt Göhlert.

Während er bei den Bundesliga-Oldies am Samstag in der Innenverteidigung agierte, spielt er bei Einheit Claußnitz meist im defensiven Mittelfeld. "In der Liga wird das Spiel sicher etwas intensiver und zweikampfbetonter." Für seine Vereinsmannschaft gibt es in der kommenden Saison nur ein Ziel. "Wir wollen aufsteigen und ich denke, dass das auch drin ist." In der vorigen Saison landeten die Claußnitzer im Unterhaus des Kreisverbandes Mittelsachsen auf Platz 3.

Bei den Oldies, die der Siebenlehner Thomas Veit für Freundschaftsspiele zusammenholt, ist Daniel Göhlert noch relativ neu. "In der Vorwoche habe ich schon in Limbach-Oberfrohna mitgespielt." Neue Namen muss er sich aber nicht merken. "Den Großteil kenne ich ja. Mit einigen spiele ich bei anderen Traditionsteams zusammen."

Göhlert, der 2009 mit Union Berlin in die 2. Bundesliga aufgestiegen war, freut sich mit seinem Ex-Verein auf die erste Bundesliga-Saison. "Für die Jungs geht es natürlich nur darum, die Klasse zu halten." Er selbst will versuchen, das eine oder andere Spiel an der "Alten Försterei" zu sehen. Als Ex-Spieler bekomme er manchmal Karten, sagt er. "Für normale Fans wird es damit natürlich schwer, aber ein Besuch lohnt sich allemal." Am Sonntag wird das jedoch kompliziert. Nur drei Stunden vor der Berliner Bundesliga-Premiere gegen Leipzig laufen seine Claußnitzer Jungs in Marbach auf.

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