Oldies schlagen eine Etage höher auf

Die Tennis-Herren des TC Frankenberg haben nicht nur den Saisonabschluss, sondern auch den Aufstieg in die Verbandsliga der Ü 60 gefeiert. Dabei galten sie auf dem Papier als Außenseiter.

Frankenberg.

Die Ü-60-Herren haben es vorgemacht: Während dasÜ-50-Team des TC Frankenberg in den vergangenen Jahren dreimal haarscharf die Relegationsspiele nicht für sich entschied, hat das älteste Team des Vereins gezeigt, dass es möglich ist. "Ich war bei denÜ-50-Spielen damals auch dabei, umso schöner, dass es jetzt endlich geklappt hat", freute sich Mannschaftsführer Roland Werner. Der Aufstieg in die Verbandsliga bedeutet gleichzeitig eine Premiere. Noch nie spielte ein Frankenberger Tennisteam so hochklassig.

In den Relegationsspielen warteten der SV Dresden Mitte und der TC Böhlitz Ehrenberg aus Leipzig. "Wir kannten beide Teams nicht, aber auf dem Papier waren wir Außenseiter", erklärte Werner. So gut wie alle gegnerischen Spieler waren in den Leistungsklassen höher eingestuft als die Frankenberger. "Aber wir wussten, die kochen auch nur mit Wasser und wollten das Beste aus unseren Möglichkeiten machen", so der65-Jährige. Gesagt, getan - sie schlugen sowohl die Dresdener als auch die Leipziger mit 2:4. "Der Sieg gegen Dresden war wohl unsere beste Saisonleistung. Die waren super besetzt, aber wir hatten einen richtig guten Tag erwischt." Mit dem Aufstieg hätte zu Beginn der Saison keiner gerechnet, zumal es erst die zweite Saison der Ü-60-Herren im Spielbetrieb ist. In der vergangenen Spielzeit holten die Frankenberger den 3. Platz in der Bezirksliga. "Der Wunsch aufzusteigen entwickelte sich erst im Laufe der Saison", schilderte Werner. Als das Team merkte, dass es diesen Sommer gut läuft, wurden die Ziele höher gesteckt. "Umso schöner, dass wir sie auch verwirklichen konnten."

In der kommenden Verbandsliga-Saison backen die Frankenberger aber erst einmal kleine Brötchen. "Wir wollen die Klasse halten, mehr nicht", so Werner. Der Mannschaftsführer könne auch nicht absehen, was ihn und seine Kollegen erwartet. "Wir sind das einzige Team aus dem Chemnitzer Bezirk und kennen daher auch kaum die neue Konkurrenz." Für die ein oder anderer Überraschung sei seine Truppe aber sicherlich gut. "Unsere große Stärke ist der Zusammenhalt. Die Atmosphäre in der Mannschaft ist immer positiv." Das werde dem Team in der kommenden Saison helfen.

Vorerst geht es aber wieder in die Halle. Für den Ü-60-Jahrgang finden allerdings keine Spiele statt. "Deshalb reihen wir uns bei unsererÜ-50-Mannschaft mit ein und bilden zwei Teams für die Hallensaison", sagte Werner. Sowohl in der Winterrunde als auch im Wintercup werden die frisch gebackenen Verbandsliga-Herren mitmischen, bevor die Saisonvorbereitung auf die neue Spielklasse beginnt.

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