OSC peilt noch höhere Ziele an

Nach dem klaren 6:0-Auswärtssieg beim SV Union Milkau schielt der Oederaner SC noch darauf, in der Tabelle klettern zu können. Die Milkauer sind nun rechnerisch abgestiegen.

Milkau.

Von einem standesgemäßen Sieg wollte der Trainer des Oederaner SC, Steffen Günther, nach dem gestrigen 6:0-Erfolg beim SV Union Milkau nicht reden. Gerade angesichts der Temperaturen sei es ein hart erarbeiteter Erfolg gewesen.

"Wir mussten schon einiges investieren, um hier in der prallen Sonne 90 Minuten ein hohes Tempo gehen zu können", so Günther. "Nach den ersten beiden Toren hat es die Mannschaft ein wenig schleifen lassen, doch nach der Pause war die nötige Konzentration zurück", urteilte der OSC-Übungsleiter. Marcel Hampel (5.) und Ronny Lippold (7.) sorgten mit ihren Treffern für frühe Verhältnisse, danach verflachte die Partie etwas und die Oederaner schluderten mit ihren Torchancen. Doch spätestens mit dem Strafstoßtor durch Rico Thiele (36.) wussten nun auch die Milkauer Verantwortlichen, dass das Abenteuer Mittelsachsenliga nach nur einem Jahr wieder beendet sein würde.

Der Aufreger des Spiels war dabei eher eine Schrecksekunde. Nach einem Zweikampf in der Luft mit Steve Winkler blieb Oederans Torwart Robby Thomas am Boden liegen und musste mit Schwindelgefühlen ausgewechselt werden. Für ihn sprang Moritz Reichelt zwischen den Pfosten ein, viel Arbeit hatte er im zweiten Durchgang nicht. Nach der Partie konnte Günther Entwarnung bezüglich des Gesundheitszustandes seines Torwarts geben. "Es geht ihm wieder besser", sagte er, während Thomas wieder auf den Beinen war. Steffen Günther möchte am letzten Spieltag in zwei Wochen noch den 6. Platz angreifen. Für die Oederaner geht es dann zuhause gegen Flöha: Mit einem Sieg können sie ihr Ziel erreichen.

Die Milkauer können am letzten Spieltag die rote Laterne des Tabellenletzten nicht mehr abgeben und steigen definitiv ab. "Wir haben im Mittelfeld einfach keinen Ballverteiler, der auch einmal Ruhe ins Spiel bringt", sagt Milkaus Trainer Mirko Trommer. Er hatte sich sein letztes Heimspiel als Übungsleiter sicher anders vorgestellt und wird in zwei Wochen nach der Rückkehr aus Falkenau verabschiedet. Wer neuer Coach bei Union wird, ist noch unklar. Allerdings wird die Mannschaft auf die Punktejagd in der Mittelsachsenklasse verzichten. "Der Verein hat für die Kreisliga gemeldet. Die Spieler wollen nicht mehr so intensiven Fußball in den beiden höheren Ligen spielen", so Trommer.

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