OSC steht auf verlorenem Posten

Kreispokalsieger Oederan hat im Fußball-Sachsenpokal gegen Germania Mittweida ein halbes Dutzend Tore kassiert. Dennoch hielt sich die Enttäuschung in Grenzen.

Oederan.

"Gutes Spiel" - so begrüßte Uwe Schneider, der Trainer des SV Germania, gestern seinen Oederaner Kollegen Steffen Günther. Am Ende wurde es das vor allem für die Gäste aus Mittweida. Mit 6:0 (2:0) setzte sich der Landesliga-Aufsteiger in der 1. Runde des Sachsenpokals beim Oederaner SC durch und zog souverän in Runde 2 ein.

Dennoch war der Oederaner Coach nach dem Abpfiff keineswegs am Boden zerstört. "Die Jungs haben ihr Bestes gegeben und aufopferungsvoll gekämpft", lobte Günther sein Team. Am Ende sei es aber auch eine Kraftfrage gewesen: Beim OSC saß lediglich ein Wechselspieler auf der Bank, während die Mittweidaer bei hochsommerlichen Temperaturen dreimal wechseln konnten und ihre konditionellen Vorteile mit drei Treffern in der letzten Viertelstunde auch zahlenmäßig ausdrückten.

In der 1. Halbzeit hatten die Gäste etwas Mühe, sich auf die nicht einfachen Platzverhältnisse einzustellen. Dennoch übernahm der Favorit sofort das Zepter und versuchte die Oederaner mit weiten Bällen hinter die Abwehr unter Druck zu setzen - ein probates Mittel bei diesen Bedingungen. Schon nach zwei Minuten lag der Ball das erste Mal im Oederaner Netz: Gästekapitän Grötzsch stand aber im Abseits.

Die Gastgeber liefen Germania ab der Mittellinie an und standen in der 1. Halbzeit defensiv gut. Für Entlastung konnte der Kreispokalsieger aber kaum sorgen. Und so häuften sich die Chancen der Gäste. In der 21. Minute war erneut Grötzsch zur Stelle - und diesmal zählte der Treffer: Nach Traumpass von Antal nahm der 34-Jährige den Ball mit der Brust mit und ließ OSC-Keeper Thomas aus Nahdistanz keine Chance. Kurz darauf hatte Ryssel keine Mühe, den Ball über die Linie zu drücken, nachdem ein Pietsch-Kopfball an die Latte klatschte - 0:2 (23.).

Das war bereits eine Vorentscheidung in dieser Partie. Der Sachsenligist kontrollierte nun Ball und Gegner, auch wenn sich die Oederaner mit viel Einsatz gegen die Angriffe der Germania stemmten. Ebert hatte das 3:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am stark reagierenden Thomas. "Das Normale ist eingetreten", sagte Matthias Kaden, der Ehrenratsvorsitzende des OSC, zur Pause. Germania wollte schnell vorlegen und habe dann einen Gang zurückgesteckt. "Aber wir haben uns durchaus ordentlich verkauft."

Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst nicht viel. Mittweida verwaltete den Vorsprung, der OSC sammelte nochmals Kräfte. Bei einem blitzsauberen Konter über die Spitzen Böttcher und Tschentscher zwang letzterer Gästekeeper Kaiser zu seiner ersten Parade. "Schade, ein Ehrentor hätten wir sicher verdient gehabt", sagte OSC-Trainer Günther.

Nach einer Stunde sorgte Mittweidas Ebert, der Thomas mit einem Flachschuss keine Chance ließ, mit dem 0:3 aber für die endgültige Entscheidung. Wilsdorf sowie Antal mit zwei schönen Fernschüssen machten dann das halbe Dutzend in einer absolut fairen Partie voll.

"Wir haben versucht, sie zu fordern", sagte OSC-Vize Steffen Neubert. "Aber am Ende ist Germania heute eine Nummer zu groß für uns gewesen."

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