Phantoms werden in Szene gesetzt

Der Kreissportbund Mittelsachsen ist derzeit auf Sommertour. Zum Auftakt der Stippvisite bei insgesamt vier Vereinen sind Footballer des BSC Freiberg vor die Kameralinse gekommen.

Freiberg.

Wenn auf dem Platz der Einheit Traktorreifen bereitliegen, ist das ein Indiz dafür, dass die Footballer des BSC Freiberg das Fußballfeld für ihr Training nutzen. Eine normale Trainingseinheit hat es aber am vergangenen Freitag nicht gegeben, denn die Phantoms bekamen Besuch. Mit einem Kamerateam im Schlepptau tauchte Benjamin Kahlert, der Geschäftsführer des Kreissportbundes Mittelsachsen, auf dem Platz der Einheit auf. Die Footballer bildeten die erste Station der neuen Sommertour des KSB, bei der vier mittelsächsische Vereine im Fokus stehen.

Damit soll das sogenannte Sommerloch etwas gestopft werden, erklärt Kahlert. Ziel der Aktion sei es, die Teams mit Videos vorzustellen. "Wir werden über jeden Verein einen Imagefilm produzieren und veröffentlichen", sagt der KSB-Geschäftsführer. Nach den Phantoms ist der KSB an diesem Donnerstag beim MC Flöha sowie bei Welcome Wellness Döbeln (9. Juli) und bei den Milkauer Schalmeien (24. Juli) zu Gast. "Wir haben uns extra für Sportarten entschieden, die in Deutschland noch in einer Nische stecken", erklärt Kahlert. Die Videos seien zum einen Werbung für die Vereine, zeigen aber auch wie vielfältig die mittelsächsische Sportlandschaft aufgestellt ist.

Dabei sind die Freiberg Phantoms, die 2016 als Football-Abteilung des BSC gegründet wurden, schon von Jahr zu Jahr gewachsen. Mittlerweile zählen sie im Männerbereich mehr als 40 Mitglieder. Inzwischen gibt es auch ein Jugendteam, das Flag-Football - eine kontaktlose Variante - spielt und inzwischen knapp 20 Aktive umfasst. Sowohl der BSC als auch die Stadt stehen dem Football sehr positiv gegenüber, freut sich Remo Wolf, der im Herbst 2019 den Trainerposten bei den Freibergern übernahm. "Wir konnten uns immer auf die Hilfe des Vereins verlassen, zum Beispiel was neue Trainingsmittel angeht." Auch mit den Fußballern des BSC, die oft zeitgleich trainieren, pflege man ein gutes Verhältnis. "In anderen Vereinen denken die Kicker oft, dass wir Footballer nur ihren Rasen kaputt machen", sagt Wolf schmunzelnd.

Im April hätte eigentlich die fünfte Saison im Spielbetrieb für das Team der Phantoms anlaufen sollen. Aber der Start der neuen Verbandsliga-Serie wurde immer wieder verschoben, so Wolf. Diesen Mittwoch findet nun eine Videokonferenz mit dem sächsischen Footballverband und Vertretern der Vereine statt, erklärt der 53-Jährige. "Dann wird entschieden, ob zumindest eine verkürzte Saison stattfindet."

Die Chancen auf Punktspiele in diesem Jahr stehen für die Freiberger aber eher schlecht, so der Trainer. Nach dem vorläufigen Konzept wird eine Mini-Saison mit sieben Teams von Mitte September bis November geplant, so Wolf. "Unser Team besteht aber aus vielen Studenten, die zu dieser Zeit zuhause sind. Deshalb bekommen wir wahrscheinlich keine Mannschaft zusammen."

Zumindest hat Jan Thomsen, der neue Quarterback der Phantoms, so noch etwas mehr Zeit, sich auf dieser Position einzuarbeiten. Denn bislang spielte er in der Verteidigung. Unterstützung erhält er von Christian Herwig, dem Quarterback der Vogtland Rebels. "Christian wohnt in Dresden, und die Anreise zu seinem Klub ist sehr weit. Deshalb trainiert er als Gastspieler bei uns mit und kann auch seine Erfahrung an Jan weitergeben", sieht Remo Wolf Vorteile. Der Coach will aber zumindest noch drei Testspiele organisieren. "Dann können alle nochmals zeigen, was sie drauf haben."

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