Primus zu Hause kalt getroffen

Der TSV Langhennersdorf hat eine klare 1:4-Niederlage gegen den BSC Frei-berg II quittieren müssen. Dennoch gehen alle zufrieden in die Winterpause.

Langhennersdorf/Freiberg.

"Rudi" heißt das Tief, das Mitteldeutschland gerade mit stürmischem Wind und Regenschauern versorgt. Rudi Lassen, der Trainer der Langhennersdorfer Fußballer, hat beim TSV in dieser Saison bislang genau für das Gegenteil gesorgt: Er führte sein Team in unerwartete Höhen und nach der 1. Halbserie sogar auf den Platz an der Sonne. Mit 28 Punkten (neun Siege, ein Remis, drei Niederlagen) sicherten sich die Langhennersdorfer die inoffizielle Herbstmeisterschaft der Mittelsachsenliga. Allerdings mussten die Lassen-Schützlinge zum Auftakt der Rückrunde einen Dämpfer hinnehmen: 1:4 (0:3) unterlag der Spitzenreiter am Sonnabend dem BSC Freiberg II, der sich damit für die 0:6-Schlappe vom 1. Spieltag revanchierte.

"Wir sind sehr schwer ins Spiel gekommen, zumal wir arge Personalsorgen hatten", erklärt Rudi Lassen. Zudem wurden seine Langhennersdorfer gleich zweimal kalt erwischt und lagen nach 17 Minuten 0:2 zurück. BSC-Spielertrainer Maik Erler hatte sein Team in der 7. Minute in Führung gebracht, die Kapitän Henry Zielke zehn Minuten später auf 2:0 ausbaute. Hans Rudolph sorgte mit dem 3:0 schon für eine Vorentscheidung (38.). Nach dem Wechsel machte der Spitzenreiter zwar Druck und erspielte sich Möglichkeiten, konnte diese aber nicht nutzen. Die Chancenverwertung sei das Manko der vergangenen Wochen, sagte der TSV-Trainer. Selbst einen Foulstrafstoß brachte Toni Neumann nicht unter. In Überzahl (der Freiberger Richard Führer hatte für seine Aktion "Rot" gesehen) verkürzte Willi Wahsner zwar mit seinem neunten Saisontor auf 1:3 (72.). Doch mehr gelang den Langhennersdorfern vor etwas mehr als 70 Zuschauern nicht.

"Das ist sicher ein Rückschlag, aber kein Beinbruch", sagt Lassen. Sein Team sei diese Saison schon mehrfach wieder aufgestanden. Insgesamt könne man mit der bisherigen Bilanz mehr als zufrieden sein.

Die Freiberger, die Samstagabend ihre Weihnachtsfeier hatten, setzten mit dem vierten Sieg einen versöhnlichen Schlusspunkt unter eine "schwierige Herbstrunde", sagt BSC-Geschäftsführer Maik Uhlig. Personelle Sorgen zogen sich wie ein roter Faden durch die Saison. Dieser Auftritt stimme aber optimistisch für die Rückrunde, so Uhlig - "zumal sich die Mannschaft zuletzt im Frühjahr immer deutlich steigern konnte".

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...