Rotation-Damen auf dem Gipfel

Die Weißenborner Handballerinnen stehen nach dem 13. Sieg an der Tabellenspitze. Dabei musste das Team einen Rückschlag verkraften.

Weißenborn/Freiberg.

Die Handballerinnen des SV Rotation Weißenborn sind höhentauglich. Das hat Sportkoordinator Ralf Hallas nach dem deutlichen 35:17 (16:10)- Auswärtssieg beim HSV Weinböhla bestätigt. Dies ist aber auch nötig, denn nach 14 Spieltagen haben die Weißenborner Damen erstmals die Tabellenspitze in der Verbandsliga-Ost erklommen. Mit 26:2 Punkten führt Rotation das Klassement vor dem bisherigen Spitzenreiter VfB Bischofswerda (24:4) an, der daheim gegen den HC Rödertal III patzte (28:30). Weißenborn hatte beim Team aus Großröhrsdorf kürzlich mit 45:23 gewonnen.

"Wir machen uns deshalb aber nicht verrückt, sondern genießen es vielmehr, jetzt ganz oben zu stehen", sagte Hallas. Der Funktionär ist sich dennoch bewusst, dass es eine große Herausforderung ist, das Klassement anzuführen.

In Weinböhla hatten die Weißenbornerinnen die Lage von Beginn an im Griff. Sie führten nach elf Minuten 7:2 und lagen nach reichlich 22Minuten 12:7 vorn. Zu diesem Zeitpunkt war Rotation aber gezwungen, die eigene Abwehr umzustellen. Denn Sophie Zeller, die mit zwölf Toren am Ende überragende Werferin war und im offensiven Abwehrverband als vorgezogene Spitze agierte, hatte bereits zwei Zeitstrafen kassiert. "Deshalb haben wir uns in der Abwehr nun defensiv aufgestellt. Das hat die Mannschaft hervorragend gelöst", lobte Katja Schurig, die Kornelia Kowalczyk im Auswärtsspiel erneut auf der Trainerbank vertrat.

Nach dem Seitenwechsel drehte Rotation noch mehr auf, zog auf 23:12 (39.) davon und hatte neun Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 31:15 das Heu längst eingefahren. Allerdings mussten die Weißenbornerinnen noch einen Rückschlag verkraften. Julia Kiulies musste nach einem Foul mit blutender Nase vom Spielfeld und ins Krankenhaus gebracht werden.

Wie die anschließende Untersuchung ergab, zog sie sich aber keinen Nasenbeinbruch zu. "Allerdings ist sie im Gesicht deutlich gezeichnet", sagte Sportkoordinator Hallas.

Statistik Rotation Weissenborn: Groß, Giesa; Zeller (12), Kiulies (4), Teuchert (1), Israel (5), Ludewig-Hermsdorf (1), Uhlemann (8/3), Krille, Tobies (4), Ebner

Über einen Sieg konnten auch die Herren der HSG Freiberg II in der Verbandsliga West jubeln. Sie bezwangen auf heimischen Parkett den abstiegsbedrohten Chemnitzer HC 31:27 (15:12) und verbuchten ihren elften Saisonsieg. Dadurch festigte die zweite Freiberger Garnitur den 3. Platz (22:6 Punkte).

Die Vorzeichen standen allerdings nicht gut, denn zahlreiche Akteure im HSG-Lager waren vor dem Match gesundheitlich angeschlagen. Das Spiel begann ausgeglichen, bis zum 10:10 gelang es den Gastgebern nicht, sich abzusetzen. Dann legte Freiberg drei Tore vor (13:10) und verteidigte den Vorteil bis zur Pause. In dieser Phase zeigte sich insbesondere Rechtsaußen Benjamin Wolf treffsicher. Nach der Halbzeitpause schmolz der Vorteil auf 16:15. Doch die Gastgeber behielten die Ruhe. Angetrieben von Spielmacher Martin Steinfeld baute die "Zweite" den Vorsprung über die Stationen 18:15 und 20:16 auf 24:18 aus. Chemnitz gab sich zwar nicht geschlagen. Doch auf mehr als vier Tore ließ die HSG die Gäste nie herankommen.

Statistik HSG II: Renzing, Sahlmann; Schneider, Müller (2), Steinfeld (11/1), Mader (3), Jaeger (2), Frohs (3), Wittig, Oehme, Rehnert (1), Hengst (2), Wolowski, Wolf (7)

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