Rotation-Damen werfen sich warm

Die Sachsenliga-Handballerinnen aus Weißenborn haben beim 4. Geo-Energiekonzept-Cup den zweiten Platz belegt. Ein Eigengewächs glänzte besonders.

Weißenborn.

In diesem Jahr war die Freude besonders groß, dass die Sachsenliga-Handballerinnen des SV Rotation Weißenborn zum Geo-Energiekonzept-Cup eingeladen hatten. Schließlich mussten die Mannschaften in den vergangenen Monaten wegen Corona viele Entbehrungen auf sich nehmen. Am Ende ließen die Gastgeberinnen bei der vierten Auflage dieses Turniers in der Gesamtwertung mit 4:2 Punkten nur der SG Meißen - Riesa (6:0) aus der Mitteldeutschen Oberliga den Vortritt. Auf den weiteren Rängen folgten der HC Leipzig II (Mitteldeutsche Oberliga/2:4) sowie der VfB Bischofswerda (Sachsenliga/0:6).

"Ich bin mit unseren erzielten Resultaten zufrieden. Allerdings gab es auch zwei, drei Dinge, die mir nicht so gefallen haben", sagte der Weißenborner Trainer David Dehn. So hätte er sich zum Beispiel gewünscht, dass seine Damen im Angriff etwas gieriger auf Tore gewesen wären. Diesbezüglich machte Lisa Richter Nägel mit Köpfen. Sie netzte während der drei Turnierspiele zwölfmal ein und avancierte zur erfolgreichsten Werferin des SV Rotation. Ihr war es auch vorbehalten, im Spiel gegen den HC Leipzig II das erste und auch das letzte Tor der Partie zu erzielen. Insgesamt markierte die 28-Jährige in dieser Begegnung fünf Treffer und leistete einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu, dass Weißenborn gegen das Team aus der Messestadt 12:10 gewann. Trainer Dehn zeigte sich von dieser Leistung nicht überrascht. "Lisa zählt zu unseren absoluten Leistungsträgerinnen, wobei sie sowohl im Angriff als auch in der Abwehr stark agiert", sagt der Coach über seine Spielerin, die sich am Kreis am wohlsten fühlt, aber auch im rechten Rückraum zum Einsatz kommt.

Gemeinsam mit ihren Mannschaftskolleginnen ist Lisa Richter froh, dass im Sport wieder eine gewisse Normalität eingezogen ist. "Jetzt ist die Freude natürlich sehr groß, dass wir wieder gemeinsam trainieren und spielen dürfen. Die Stimmung in unserer Truppe ist zum Glück sowieso immer gut", meint die Spielerin, die bei Rotation im Alter von 7 Jahren mit dem Handballspielen begann und seitdem dem Verein die Treue hält . "Ich war zwar einmal für mehrere Monate in Australien. Aber mir ist es nie in den Sinn gekommen, die Mannschaft zu wechseln", verrät die Weißenborner Handballerin.

Mit ihrer ersten Trainerin Ines Werner fühlt sie sich auf interessante Art und Weise verbunden. "Sie war später in der Schule meine Lehrerin, heute sind wir Kolleginnen", schmunzelt Lisa Richter, die an der Weißenborner Grundschule als Pädagogin arbeitet und dem Beginn der Punktspielsaison in der Sachsenliga entgegen fiebert. Doch zunächst gilt es für Weißenborn, am kommenden Wochenende in der 1. Runde des Sachsenpokals beim Verbandsligisten SSV Heidenau zu bestehen.

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