Rotation kriegt schnell die Kurve

Die Weißenborner Handballerinnen haben den SC Hoyerswerda mit 26:22 bezwungen und ihren Platz in der Spitzengruppe behauptet. Auch die Männer und die HSG II haben ihre Hausaufgaben gelöst.

Weißenborn/Freiberg.

Da Weihnachten vorbei ist und Ostern noch mehrere Wochen auf sich warten lässt, haben sich die Damen des SV Rotation Weißenborn am 13. Spieltag der Handball-Sachsenliga selbst beschenkt. Sie bezwangen in der Felix-Schoeller-Halle Oberliga-Absteiger SC Hoyerswerda 26:22 (12:10) und rückten mit nunmehr 15:11 Zählern auf Platz 3 der Tabelle vor.

Dabei begann das Spiel alles andere als geradlinig für die Gastgeberinnen. "Wir hatten uns viel vorgenommen, aber sehr nervös begannen", sagte Rotation-Trainer David Dehn. So mancher Wurf ging am gegnerischen Kasten vorbei, es gab auch einige Ballverluste. Nach und nach zog Sicherheit in die Aktionen der Weißenbornerinnen ein. Der 1:4-Rückstand aus der Anfangsphase war längst Geschichte, als Franziska Teuchert kurz vor der Pause das 10:10 markierte und anschließend für den 12:10-Pausenstand sorgte.

Im zweiten Durchgang ließ sich dann Rotation die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und baute den Vorteil auf 20:15 aus. Zwar kam Hoyerswerda noch einmal auf 21:23 heran. Doch dann zeigten die Rotation-Mädels, dass sie in ihrem Wohnzimmer bestimmen, wo es langgeht. Den Schlusspunkt setzte Lisa Richter, die zwei Minuten vor dem Abpfiff das 26:22 markierte. "Wir hatten uns vorgenommen, das Tempo über die gesamte Spielzeit hochzuhalten. Dass ist meiner Mannschaft gelungen", lobte Dehn. Am Ende wurde das Spiel über die Abwehr gewonnen. "Nur 22 Tore gegen den SC zu kassieren - das ist diese Saison noch keiner Mannschaft gelungen."

Weißenborn: Schmieder, Groß; Zeller (10/4), Teuchert (5), Richter (4), Vogelgesang, Röder, Uhlemann (1), Krille, Tobies (2), Ployer (4) Die zweite Männermannschaft der HSG Freiberg schien im Verbandsliga-Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig III schon weg vom Fenster, als doch noch die Wende gelang. 30 Sekunden vor dem Abpfiff war Freiberg in Ballbesitz, verlor jedoch das Spielgerät, um es umgehend zurückzuerobern. Am letzten Wurf von Christoph Oehme war der Leipziger Torwart zwar noch dran, doch die Kugel rollte genau eine Sekunde vor dem Abpfiff zum glücklichen 32:31 (13:19) über die Linie.

Über weite Strecken der Partie hatte es aber gar nicht danach ausgesehen. "Die 1. Halbzeit haben wir regelrecht verpennt", ärgerte sich Trainer Markus Lehmann. Sein Team habe keinen Zugriff auf das Spielgeschehen gehabt, keine Körperspannung gezeigt und klarste Chancen versiebt. So setzten sich die Gäste auf 8:4 und 14:9 ab. Nach dem Seitenwechsel führte die DHfK sogar 24:17 (39.), ehe die Gastgeber den Hebel umlegen konnten. Vor allem Routinier Martin Steinfeld (10 Tore) und der wieder einsatzbereite Nico Werner aus dem Oberliga-Kader (8) trafen nun immer wieder. In der 54.Minute war der Ausgleich hergestellt (28:28), am Ende entschied die HSG-Reserve das Kopf-an-Kopf-Rennen hauchdünn für sich.

Ebenfalls knapp mit 32:30 (14:14) setzten sich die Männer des SV Rotation im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten LVB Leipzig II durch und schlossen mit 19:7 Punkten zu den Gästen auf. Gegen die ersatzgeschwächten Leipziger begann Weißenborn druckvoll und führte nach zehn Minuten mit 6:2. Nach diesem furiosen Beginn schlichen sich aber überhastete Abschlüsse ein, sodass Leipzig bis zur Pause wieder dran war. Nach der Pause wogte die Partie hin und her, beim 30:27 (55.) hatte Rotation aber eine Vorentscheidung geschafft. "Was Motivation und Einstellung angeht, haben wir heute vorbildlich agiert", freute sich Co-Trainer Gert Bartzsch nach diesem wichtigen Sieg. (mit geba)

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