Saydaerin glänzt in den Staaten

Skiläuferin Julia Richter hat bei den nordamerikanischen Universitätsmeisterschaften den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert. Die nächsten Rennen warten schon.

Sayda.

Eigentlich ist Julia Richter schon froh gewesen, dass sie überhaupt für die nordamerikanischen Universitätsmeisterschaften der nordischen und alpinen Wintersportler in Stowe im US-Bundesstaat Vermont nominiert wurde. "Da ich zu Saisonbeginn viel mit Krankheiten zu kämpfen hatte, habe ich mich sehr gefreut, dass ich eine der drei Mädels von meiner Uni war", sagt die 21-Jährige, die seit Herbst in Utah studiert und für ihre Universität auch startet. Und das sehr erfolgreich: Die Saydaerin gewann das Freistilrennen über fünf Kilometer und wurde Zweite über 15 km im klassischen Stil. Damit hatte sie einen wesentlichen Anteil daran, dass ihre Universität die erfolgreichste bei den Meisterschaften war.

"Der Sieg und der zweite Platz sind für mich die größten Erfolge meiner Karriere", sagt die Studentin. "Und das alles gemeinsam mit meinem Team zu gewinnen, war ein unbeschreiblich tolles Erlebnis." Die nationalen Meisterschaften haben in den USA einen sehr hohen Stellenwert. "Die Universität von Utah hat vor zwei Jahren gewonnen, aber davor elf Jahre nicht."

Die Streckenführung im Nordosten der USA unweit der kanadischen Grenze kam der Saydaerin dabei entgegen. "Die Natur dort ähnelt der von daheim sehr und der Wettkampfkurs war mit vielen Kurven, Anstiegen und Abfahrten auch eher europäisch geprägt", sagt die 21-Jährige. "Im Westen der USA geht es meist erst einmal steil bergauf und dann alles wieder bergab." Im Vorfeld der Meisterschaften habe sich schon gezeigt, dass ihr Studententeam eines der stärksten ist. "An vier Wochenenden gab es College-Rennen, in denen es sehr gut lief."

Nach den erfolgreichen Läufen in Stowe ging es für Julia Richter direkt nach Ottawa weiter. "Hier nehmen wir noch an den kanadischen Meisterschaften teil." Danach geht es zurück nach Salt Lake City in den normalen Schulalltag zurück. "Da ich eine Menge verpasst habe, wird es sicherlich erst mal wieder ziemlich stressig werden", sagt sie schmunzelnd. Im April neigt sich ihr zweites Semester dem Ende entgegen. "Dann geht es für mich zurück nach Deutschland, wo ich den Sommer verbringen werde. Währenddessen belege ich zwei Online-Kurse meiner Uni." Im August fliegt sie dann zurück in die Staaten. "Dorthin zu gehen und zu studieren, war auf jeden Fall die beste Entscheidung, die ich treffen konnte", sagt Julia Richter. "Mein Alltag mit Training und Universität ist sehr gut abgestimmt und als Student und Athlet werde ich super unterstützt." Zudem stehe der Teamgedanke klar im Vordergrund. "Ich habe hier viele tolle Leute kennengelernt und eine Menge Freundschaften geschlossen", sagt sie.

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