Schlag auf Schlag in der Aue

Die 21. Mittweidaer Sprintregatta der Kanuten verspricht am Wochenende viel Spannung. Dabei legen die Organisatoren auch am Ufer auf neue Techniken wert.

Mittweida.

Auf der sonst so idyllischen Zschopau bei Mittweida wird es am Wochenende wieder etwas wilder. Bei der 21. Sprintregatta des Sächsischen Kanusportvereins (SKSV) Mittweida warten auf die Sportler viele Herausforderungen. Dabei reisen sogar Kanuten aus anderen Bundesländern an.

"Insgesamt haben sich 420 Kanusportler aus 19 Vereinen angemeldet", sagt Frank Hoffmann, der bis zum Herbst des vergangenen Jahres der Vereinschef des SKSV war und am Wochenende als Kampfrichter im Einsatz ist. Die Mittweidaer stellen dabei mit 52 Kanuten auch die zweitgrößte Delegation. Gleich mit 77Wassersportlern reist der WSV "Am Blauen Wunder" Dresden an. Aus Mittelsachsen sind außerdem die SG Lauenhain (26 Starter), der KSV Flöha (43) sowie der ESV Lok Döbeln mit einem Dutzend und der KV Geringswalde mit zwei Teilnehmern dabei.

Das Programm am Wochenende ist sehr straff. "Langweilig wird es definitiv nicht", sagt Hoffmann. "Am Samstag werden 270 und am Sonntag noch einmal knapp 100Rennen ausgetragen." Im Drei-Minuten-Takt werden auch in diesem Jahr die Sprintentscheidungen über 250 Meter gestartet. Für viel Aktion sollen auch die schnellen Mannschaftsboote und die spannenden Staffelwettbewerbe sorgen. "Sicher mit der einen oder anderen Badeeinlage", so Hoffmann.

Ein besonderer Höhepunkt werden wieder die Entscheidungen im 100-Meter-Supersprint sein. "Die Platzierungen werden hier in K.o.-Rennen ermittelt, die direkt nacheinander stattfinden", erklärt der Kampfrichter. Somit bleiben die qualifizierten Sportler gleich auf dem Wasser. "Die Zuschauer können so vom Vorlauf bis zum Finale die komplette Wettkampfentscheidung verfolgen."

Am Sonntag finden dann überwiegend die Endläufe statt. Mittags steigen die Rennen in den Vereinsstaffeln in den Einer-Booten. "Um 15Uhr wird es dann richtig schnell, wenn die Herren-Leistungsklasse ihren Finallauf angeht", sagt der stellvertretende SKSV-Vorsitzende Wolf Uhlig. Auch einige mutige Mütter und Väter können in den Genuss kommen, auf der Zschopau zu paddeln: Am Sonntagmittag finden wieder die Elternrennen statt. "Dabei setzen wir die Teilnehmer in kippstabile Wanderboote", sagt Uhlig. Die große Siegerehrung, bei der die besten Mannschaften gekürt werden, ist dann für Sonntag gegen 15.30 Uhr geplant.

Nachdem die Organisatoren bereits im vergangenen Jahr mittels neuer Technik den Papieraufwand reduziert haben, wollen sie diesen Weg weitergehen. Erstmals gibt es ein eigens für die Regatta eingerichtetes W-Lan-Netzwerk. Darüber können sich Sportler und Betreuer über das Ablaufprogramm, die Wettkampfergebnisse und neue Startauslosungen informieren. "Der Papieraufwand wird so deutlich reduziert", sagt Frank Hoffmann.

Da die meisten Teilnehmer von Samstag auf Sonntag in der Zschopauaue übernachten, gibt es über beide Tage ein kleines Rahmenprogramm. "Dazu gehört unter anderem ein T-Wall-Wettbewerb, bei dem die Sportler ihre Reaktionsfähigkeit messen können", so Uhlig.

Höhepunkte der Sprintregatta Samstag, 9 Uhr: Vor-, Hoffnungs- und Zwischenläufe, 13.20 Uhr: K.o.-Rennen im Supersprint über 100 Meter

Sonntag, 9 Uhr: Endläufe 250 m, 12.45 Uhr: Papa-Elternrennen, 13.15Uhr: Endlauf Vereinsstaffel, 13.35 Uhr: Mama-Elternrennen, 15Uhr: Endlauf Herren-Leistungsklasse, 15.30Uhr: Siegerehrung

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