Schlusslicht auf Distanz gehalten

Die Landesliga-Basketballer der HSG Mittweida haben den BC Dresden II mit 82:72 bezwungen und sind dem Klassenerhalt ein Stück nähergerückt. Allerdings bahnen sich bei den Korbjägern Veränderungen an.

Mittweida.

Von einem Pflichtsieg hat Sascha Poppitz nach dem 82:72-Erfolg der Mittweidaer Landesliga-Basketballer gegen den Tabellenletzten BC Dresden II nicht reden wollen. Wichtig für das Mittweidaer Gemüt war der Sieg aber. "Zumal wir derzeit konditionell nicht gerade so gut aufgestellt sind", sagt der Spieler der HSG, der gegen Dresden acht Punkte beisteuerte.

"Ich denke, dass sich gegen die junge Dresdner Mannschaft letztlich unsere Routine durchgesetzt hat." Die Gäste versuchten es im Spiel mit viel Pressing. "Wir wussten, dass sie unter dem Korb ihre Schwächen haben und haben diese auch ausgenutzt", so der 31-Jährige. Zur Halbzeit führten die Mittweidaer mit 41:33. Diesen Vorsprung gaben sie bis zum Ende nicht mehr aus der Hand. "Allerdings mussten wir immer wieder das Tempo aus dem Spiel nehmen, da wir in drei Vierteln der Partie keinen Wechselspieler zur Verfügung hatten."

Der Grund dafür ist kurios: Da ein Kampfrichter im Stau stand und es nicht rechtzeitig zum Anpfiff geschafft hatte, musste HSG-Spieler Mirco Bergner diese Aufgabe übernehmen. "Zum letzten Viertel kam einer unserer Jugendspieler in die Halle. Den haben wir dann kurzerhand mit zum Kampfgericht gesetzt, sodass Mirco noch einige Minuten mitwirken konnte", sagt Sascha Poppitz. Da die zweite HSG-Mannschaft in der Bezirksliga beim BV Lichtenstein spielte (40:59-Niederlage), standen dem Landesliga-Team keine Spieler aus der zweiten HSG-Mannschaft zur Verfügung. "Wenn beide Mannschaften parallel spielen, ist die Personaldecke bei uns schon sehr eng." Lediglich neun Spieler gehören zum Kern der Landesliga-Kaders.

Darum erwägen die Mittweidaer Basketballer eine Änderung in der kommenden Saison. "Wir überlegen schon, ob wir die erste und zweite Mannschaft zusammenlegen." Der Klassenerhalt sei daher wichtig, um weiterhin in der Landesliga an den Start gehen zu können, so Poppitz. Seine Mannschaft hat nach dem Sieg gegen den BC Dresden II sechs Punkte auf der Habenseite und steht auf dem 6.Platz, während die Dresdner ohne Zähler auf dem letzten Platz rangieren.

Zwei neue Spieler helfen den Mittweidaern in dieser Saison besonders. Die zwei Studenten Julian Lohkamp und Christoph Demus sind seit Herbst bei der Mannschaft. Im Spiel gegen Dresden warfen beide gemeinsam 40 Punkte und damit fast die Hälfte. "Julian hat bereits in der Regionalliga gespielt und Christoph hat seine Stärken besonders in seiner Athletik. An seiner Technik müssen wir im Training noch arbeiten", sagt Poppitz. Doch die Trainingseinheiten unter der Woche gestalten sich bei den HSG-Männern schwierig. "Viele von den Spielern sind da nicht in Mittweida, sodass wir nur mit wenigen Männern trainieren können." Mit Lucas Herfter haben die HSG-Korbjäger sogar einen Akteur mit Trainerlizenz in ihren Reihen. Allerdings ist auch er oft außerhalb von Mittweida unterwegs. "Wir müssen daher schon viel improvisieren und hoffen, dass es bald etwas entspannter zugeht", sagt Poppitz. Mit Felix Schneider kümmert sich ein weiterer Spieler um die organisatorischen Dinge wie zum Beispiel die Ergebnismeldung. "Und auf dem Feld geben wir uns während der Spiele gegenseitig Hinweise", sagt Poppitz schmunzelnd und hofft noch auf einige Punktgewinne in der Rückrunde. Am 3. Februar geht es für die HSG beim SVGrimma weiter.

Statistik HSG Mittweida: Bergner (2), Demus (18), Herfter (15), Herold, Lohkamp (22), Poppitz (8), Schneider (17)

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