Schnelle Läufe und große Sprünge

Die Leichtathleten des Freiberger PSV und des SSV 91 Brand-Erbisdorf haben bei den Öresundspielen in Helsingborg überzeugt. Auch Edelmetall brachten sie von der Ostseeküste mit.

Freiberg/Brand-Erbisdorf.

Die jungen Leichtathleten des Freiberger PSV und des SSV 91 Brand-Erbisdorf haben sich bei den diesjährigen Öresundspielen im schwedischen Helsingborg überaus achtbar geschlagen. Die Startgemeinschaft, die erstmals mit einem gemeinsamen Team bei den internationalen Wettkämpfen mit fast 2000 Sportlern dabei war, konnte am Ende achtmal Edelmetall, darunter dreimal Gold, mit nach Hause nehmen. Mit Abstand erfolgreichster Sportler war Marlon Müller vom SSV 91 Brand-Erbisdorf. Der 15-Jährige gewann die Wettbewerbe im Weitsprung, Kugelstoßen sowie im Speerwerfen und holte Silber im Diskuswurf.

"Er hat gleich zu Beginn für eine Initialzündung gesorgt", sagte Carola Anschütz, die langjährige Trainerin des Freiberger PSV, nach Müllers Weitsprung-Sieg am ersten Wettkampftag. "Das war der Funke, den unser Team brauchte." Dabei sei der Wettbewerb eine Nervenschlacht gewesen: Nach 5,88 m im ersten Durchgang ließ Müller drei Fehlversuche folgen. Im letzten Versuch landete er aber noch bei der persönlichen Bestleistung von 6,31 m und Gold. "Der Sprung saß perfekt", jubelte SSV-Trainer Jens Schlegel. Sebastian Grummt (13) vom Freiberger PSV kam ebenfalls im Weitsprung mit 4,72 m so weit wie nie zuvor und wurde damit Neunter.

Die beiden Branderinnen Mary-Ann Thomas und Josephine Geist liefen über 3000 m (12:29,39 min) sowie 1500 m Hindernis (6:31,07) auf Rang 4, während sich ihr Teamkollege Valentino Thomas über 1500 m Hindernis Bronze holte. Der 15-Jährige war nach 5:23,16 Minuten im Ziel. Lena Schröher (12) und Kasja Wolf (15) vom Freiberger PSV bescherten dem Team zwei weitere Plätze auf dem Podest - bei den Wettkämpfen in Helsingborg werden die Sportler auf den Plätzen 1 bis 8 zur Siegerehrung gerufen.

Das schaffte auch Anna Selcuktekin (12), die im 600-m-Lauf mit persönlicher Bestleistung (1:57,85 min) auf Rang 5 kam. Erneut für großen Jubel bei den Mittelsachsen sorgte dann Jessica Lehmann, die im Weitsprung mit 4,73 m auf dem Silberrang landete. "Sie hat sechs ganz starke Versuche hingelegt", lobte Trainerin Carola Anschütz.

Ebenfalls eine Silbermedaille durfte sich Eddie Uhlmann vom Freiberger PSV umhängen lassen. Der 15-Jährige überquerte im Hochsprung 1,82 m und konnte sich neben Platz 2 auch über eine neue persönliche Bestleistung freuen. "Das war aber ein echter Krimi", atmete seine Trainerin am Ende tief durch. Ihr Schützling riss zunächst die Latte bei seiner Einstiegshöhe (1,69m) - meisterte dann aber alle Höhen im ersten Versuch. Erst bei 1,84 m war Endstation. Am Ende musste sich Uhlmann nur einem Schweden beugen, der 1,90 m übersprang.

Bronze gewann Henriette Bochmann freuen, die sich im Diskuswerfen der AK U 18 um 26 Zentimeter steigerte und mit 32,26 m Dritte wurde. Auch Samira Beyer (15) kam über 300 m in 43,21 s als Dritte ins Ziel, während Sebastian Grummt über 600 m nach neuer Bestleistung (1:43,75 min) am Ende noch auf Rang 4 verdrängt wurde. Dafür bescherte die elfjährige Suki Pfeiffer dem Team nochmals Edelmetall. Die junge Branderin gewann mit 1,28 m Bronze im Hochsprung. "Ein toller Wettkampf von ihr", lobte Trainer Jens Schlegel.

Insgesamt waren 27 Sportler des Freiberger PSV und des SSV Brand-Erbisdorf in diesem Jahr am Öresund am Start. "Das waren tolle Tage in Schweden und eine ganz neue Erfahrung", sagte FPSV-Trainerin Carola Anschütz. Denn bei einer so großen Sportlerdelegation mussten auch die acht Übungsleiter und Betreuer an ihre Grenzen gehen. "Das war logistisch eine sehr, sehr große Herausforderung." (fac/sb)

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