Sechs Jahrzehnte im Dienste des Sports

Der Frauensteiner Klaus Schreiter hat die Plakette des Landessportbundes erhalten. Der Fußballer machte sich viele Jahre als Übungsleiter und Kampfrichter verdient.

Frauenstein.

Klaus Schreiter ist nicht nur in seiner Heimatstadt bekannt wie ein bunter Hund. Auch viele Sportler von Nassau bis Freiberg kennen den Frauensteiner, der kürzlich seinen 80. Geburtstag feierte. Für seine fast 60 Jahre lange ehrenamtliche Tätigkeit im Dienste des Sports ist der Jubilar mit der Ehrenplakette des Landessportbundes Sachsen ausgezeichnet worden.

Viele hatten bei Klaus Schreiter Sportunterricht, kannten ihn als Übungsleiter und Kampfrichter in der Leichtathletik oder noch als Stürmer von Einheit Frauenstein, wo er seine Fußballerlaufbahn begann, die dann in Dittersbach endete. Und nicht wenige legten bei ihm das Sportabzeichen ab. Der gebürtige Berliner kam als Kind ins Osterzgebirge, wo seine Mutter lebte. Nach der Schulzeit absolvierte er ein Lehrerstudium in Waldenburg. "Schon in jungen Jahren hatte ich den Wunsch, mit Kindern zu arbeiten", erzählt der Sportveteran. Dass sein ganzes Leben damit verbunden ist, hätte er allerdings nicht vermutet.

Als Sportlehrer in Burkersdorf war er zudem als Übungsleiter für Leichtathletik tätig, fuhr mit seinen Schützlingen zu Wettkämpfen oder stellte die Delegationen für die Bezirksspartakiaden in Karl-Marx-Stadt zusammen, die er dann fast eine Woche lang betreute. "Es war ein Glücksumstand, dass meine Frau Anita ebenfalls Sportlerin war und der Leichtathletik frönte. Da haben wir uns gegenseitig ergänzt", sagt Klaus Schreiter. Sie habe ihm in all den Jahren zudem den Rücken frei gehalten. Als noch zu DDR-Zeiten ein Abnahmeberechtigter für das Sportabzeichen gesucht wurde, erklärte sich Schreiter bereit, diese Funktion, die ihn Jahrzehnte fesselte, zu übernehmen. In Lehrgängen im Sportpark Rabenberg bildete er diese Abnahmeberechtigten aus. Nach der Wende war Klaus Schreiter zudem zehn Jahre lang Schulsportkoordinator und feierte mit seinen Schützlingen Erfolge beim Bundeswettbewerb "Jugend trainiert für Olympia". Die Dankbarkeit seiner jungen Sportler gaben ihm immer wieder Impulse, sein Ehrenamt fortzuführen - auch als Leichtathletik-Kampfrichter oder Mitglied des Präsidium des Kreissportbundes.

Volker Dietzmann, der Präsident des KSB Mittelsachsen, kennt Klaus Schreiter seit vielen Jahren. "Klaus war immer bereit, eine Aufgabe zu übernehmen, wenn er angesprochen wurde." Er sei im wahrsten Sinne des Wortes "ein Lehrer der alten Schule". Sein Engagement sei vorbildlich und ging weit über die berufliche Tätigkeit hinaus, lobt der KSB-Chef, der zudem die offene, freundliche und immer zuverlässige Art des Erzgebirgers hervorhebt.

"Ich freue mich, dass ich von allen Seiten Anerkennung und Dankbarkeit erfahren habe. Auch dies war für mich eine große Motivation für meine Arbeit", so der Sportveteran. Wenn Klaus Schreiter nach seiner Knieoperation vor drei Jahren, auch etwas kürzer tritt - seine Liebe zum aktiven Sport hat er sich erhalten. Regelmäßig wandert er mit seiner Frau Anita in der Frauensteiner Gegend. Neben Ehrgeiz, Fleiß und Zielstrebigkeit zeichnet ihn auch seine Pünktlichkeit aus. "Ich bin zu keiner Unterrichts- oder Übungsstunde auch nur eine Minute zu spät gekommen", erzählt er lachend.

Für sein 60 Jahre langes sportliches Engagement wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. Ab und an wirft er einen Blick darauf - weil sie stets seine Treue zum Sport dokumentieren.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...