Senior sorgt für grün-weißen Jubel

Handball-Bezirksligist SV Niederwiesa ist mit einem 26:25 (13:10) Heimsieg gegen Zwönitz II in die Saison gestartet. Doch kurz vor dem Abpfiff sah es noch ganz anders aus.

Niederwiesa.

Mario Mattner ist mit seinen 35 Jahren der "Alterspräsident" beim Bezirksliga-Aufsteiger SV Grün-Weiß Niederwiesa. Doch im ersten Saisonspiel des Liganeulings hat er gezeigt, dass er längst noch nicht zum alten Eisen gehört. Im Heimspiel gegen den Zwönitzer HSV II markierte er mit der Schlusssirene den Siegtreffer.

"Es war das erste Spiel in der neuen Klasse. Dass wir gleich gewonnen haben, ist natürlich unheimlich wichtig für das Selbstvertrauen", sagte Niederwiesas Trainer Martin Herwick.

Niederwiesa begann stark und scherte sich wenig darum, dass mit Zwönitz der amtierende Bezirksmeister in der Flöhaer Sporthalle gastierte. So führte Grün-Weiß nach zehn Minuten 4:2 und lag später 10:7 vorn (20. Minute). Mit diesem Drei-Tore-Vorteil ging es schließlich in die Pause. Auch nach 40 Minuten blieb der SVN im Bilde (16:13). "Doch in der Abwehr agierten wir manchmal zu brav. Außerdem bekamen nun einige unsere Spieler zunehmend feuchte Hände. Denn Zwönitz ließ nicht nach, das Spiel blieb eng und die Nerven meiner Männer angespannt", sagte der Coach. Zum Glück gelang den Gästen aus dem Erzgebirge auch längst nicht alles, dennoch lag der Liganeuling zehn Minuten vor dem Ende plötzlich 21:22 hinten. Als es dann 60 Sekunden vor Ultimo 25:24 für Zwönitz stand, befasste sich Herwick langsam mit dem Gedanken, dass die Bezirksliga-Premiere für sein Team schief gehen könnte. Doch dann reagierte Niederwiesas Torwart Silvio Richter, der in dieser Partie fast 50 Prozent aller Bälle parierte, zweimal hervorragend und hielt so seine Farben im Spiel. Die Gastgeber glichen zunächst aus, bevor dann Matters Sternstunde schlug. Der Chemnitzer, der vorher das Trikot des SSV Rottluff trug und jetzt die zweite Saison in Niederwiesa spielt, warf praktisch mit dem Abpfiff sein Team zum umjubelten Sieg. Insgesamt traf Matter dreimal, bester Niederwiesaer Schütze war Marco Richter, der fünfmal einnetze, dabei war er einmal vom Siebenmeterpunkt erfolgreich. "Einstellung und Moral haben bei meiner Truppe auf jeden Fall gestimmt, wir haben rund 40 Minuten das Geschehen auf dem Spielfeld beherrscht", lobte Herwick, der zugleich aber auch noch genügend Verbesserungspotenzial ausgemacht hatte. "Immer wieder gingen wir zu hektisch zur Sache. Da müssen es meine Spieler lernen, Geduld zu haben", sagte der Übungsleiter.

Statistik SV Niederwiesa: S. Richter, Uhlmann, M. Richter (5/1), Göschel (2/2), Clauß (2), Mattner (3), Enderlein (1), Oehmigen (3), Rebout, Helke (4), Tutzschky, Diel (3), Haase (2)

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