Serie reißt in der Nachspielzeit

Die Sachsenliga-Fußballer des SV Germania Mittweida haben das erste Pflichtspiel der Saison verloren. Bei der 1:2-Niederlage gegen den Großenhainer FV fiel die Entscheidung in letzter Sekunde.

Mittweida.

15 Spiele ist der SV Germania Mittweida in der Landesliga unbezwungen gewesen, doch irgendwann geht jede Serie einmal zu Ende. Diese Weisheit erfuhren die Mittweidaer in der Partie gegen den Großenhainer FV allerdings auf äußerst bittere Weise. In der 3. Nachspielminute traf Großenhains Stephan Jäger zum 2:1-Sieg für seine Mannschaft, die damit auch die Tabellenführung übernahm. Mittweidas Trainer Uwe Schneider sah trotz seines ersatzgeschwächten Kaders zwei gleichstarke Teams und war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. "Heute hat am Ende der Glücklichere gewonnen. Letzte Woche konnten wir in der Nachspielzeit jubeln, heute ist es der Gegner gewesen - so ist das halt im Fußball."

Beide Kontrahenten begannen verhalten und waren zunächst auf Sicherheit bedacht. So gab es im ersten Spielabschnitt nur wenige Torszenen. In der 8. Minute verbuchten die Gastgeber den ersten Torschuss. Ein Freistoß von Felix Ebert aus 25Metern war jedoch kein Problem für Großenhains Torhüter Tom Müller. In der 18. Minute senkte sich ein abgefälschter Flankenball von Franz Weinert noch gefährlich auf die Torlatte. Erst in der Schlussphase der 1.Halbzeit ergab sich für die Gäste einige vielversprechende Kontersituation, jedoch war die umformierte Germania-Hintermannschaft jederzeit Herr der Lage und ließ nur wenig zu. In der 35. Minute sprang ein abgefälschter Ball vor die Füße des Großenhainer Angreifers Nico Franke, der dadurch freie Bahn zum Tor hatte. Verteidiger Weinert brachte jedoch geschickt den Körper zwischen Ball und Gegner und konnte im letzten Moment klären. Somit ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte verschoben die Gäste etwas weiter nach vorn und drängten Germania nun in eine leichte Konterstellung. Insgesamt verlief die Partie jedoch weiter ausgeglichen, Torgelegenheiten blieben Mangelware. Nach 57Minute flankte Ebert zu Hannes Ryssel, der das Leder per Direktabnahme knapp über die Torlatte jagte. In der 64. Minute gingen die Gäste in Führung: Sepp Kunze flankte punktgenau zu Damian Haschke, der mit platziertem Flachschuss aus kurzer Entfernung verwandelte.

Die Platzherren bemühten sich um eine schnelle Antwort. Vor allem Roy Blankenburg leitete nun immer wieder gefährliche Angriffe ein. In der 72. Minute legte er den Ball in den Lauf des kurz zuvor eingewechselten Toni Hahn, der aus fünf Metern unter Bedrängnis knapp über das Tor schoss. Dann fiel doch noch der Ausgleich: Tobias Grau (79.) setzte sich in halbrechter Angriffsposition durch und passte von der Grundlinie mustergültig zurück zu Robin Frieden, der direkt zum 1:1 abschloss.

Nun war es das erhoffte Spitzenspiel. Beide Kontrahenten suchten die Entscheidung, die Partie war auf des Messers Schneide. In der 88. Minute verhinderte Ebersbach mit einer Glanzparade den erneuten Rückstand. Auf der Gegenseite hätte der gerade eingewechselte Nick Göschel wie in der Vorwoche erneut zum Matchwinner werden können. Nach herrlicher Vorarbeit von Weinert geriet er am Elfmeterpunkt aber etwas in Rücklage und sein Schuss ging deutlich über das Tor. In der 90+3. Minute nahm die Partie das beschriebene Ende: Ein hoher Ball in den Germania-Strafraum wurde zu kurz abgewehrt und Großenhain fand mit dem zweiten Ball den am langen Pfosten frei stehenden Jäger, der unhaltbar unter die Latte traf. Bitter für die Mittweidaer, doch die Leistung hatte gestimmt. Am kommenden Samstag geht es im Pokal in Weißwasser.

Statistik Mittweida: Ebersbach; Weinert - Kuhl - Antal - Heinrich (68. Hahn); Ryssel - Frieden - Ebert (90+2. Schmidt) - Krasselt; Blankenburg - Grau (87. Göschel) Tore: 0:1 Haschke (64.), 1:1 Frieden (79.), 1:2 Schäfer (90+3.) - SR: Werrmann (Plauen) - Zu.: 135

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