Spannung bis zur letzten Bahn

Die Keglerinnen aus Brand-Erbisdorf sind in der 2. Liga mit einem Heimsieg ins neue Jahr gestartet. Eine Niederlage gab es für die Herren des ATSV Freiberg - bei denen ein Talent dennoch Grund zur Freude hatte.

Brand-Erbisdorf/Freiberg.

Das Spiel sei wieder einmal nichts für schwache Nerven gewesen, sagte Rica Ulbricht. Die Teamchefin der Zweitligakeglerinnen des SSV 91 Brand-Erbisdorf sah am Sonntag im Heimspiel gegen Union Schönebeck einen wahren Krimi - mit gutem Ausgang für ihr Team. Am Ende freute sich Ulbricht über einen knappen 5:3(3242:3222)-Erfolg.

Dabei stand das Spiel zu jedem Zeitpunkt auf Messers Schneide. Alle drei Durchgänge endeten 1:1 nach Mannschaftspunkten. "Eine echt enge Kiste", so Ulbricht. Letztlich entschied der knappe Vorsprung von 20Holz in der Gesamtkegelzahl die Partie zugunsten des SSV.

Dafür musste das Schlusspaar der Brand-Erbisdorferinnen aber ziemlich kämpfen. Marlies Wurscher holte den Mannschaftspunkt für die Gastgeberinnen, büßte im letzten Satz aber 21 Holz auf ihre Gegnerin ein. Anders lief es bei Maike Weinhold. Ihr Duell hatte sie beim Stand von 0:3 bereits verloren, doch im vierten Satz "zauberte sie eine richtig gute Bahn hin", so Ulbricht. 24Kegel nahm sie ihrer Kontrahentin ab und sicherte so den knappen Vorsprung in der Gesamtkegelzahl.

Beim Start des Spiels sah es zunächst nach einem souveräneren Erfolg aus. Katrin Heutehaus und Teamchefin Ulbricht gewannen jeweils die ersten beiden Sätze. Danach drehten die Gäste auf, doch Heutehaus sicherte sich zumindest noch den Mannschaftspunkt. Im Mittelpaar gewann Susann Augustin mit 2,5:1,5 einen Zähler, obwohl sie mit 504 Holz weniger Kegel zu Fall brachte als ihre Gegnerin aus Schönebeck.

Mit dem sprichwörtlich letzten Aufgebot sind einen Tag zuvor die Kegler des ATSVFreiberg zum Zweitligaspiel nach Mehltheuer gereist. "Die Hoffnung, den Gegner an einem schlechten Tag zu erwischen, fährt natürlich immer mit", sagte Freibergs Kapitän Michael Hahn vor der Begegnung. Doch diese zerschlug sich bei der 2:6 (3394:3598)-Niederlage schnell.

"Gegen die stark aufspielenden Gastgeber wäre es aber selbst in Bestbesetzung schwer geworden", so der Kapitän. Mit drei Einzelergebnissen jenseits der 630 Kegel dominierten die Vogtländer das Spiel. Daniel Höring avancierte mit 640 Holz zum Tagesbesten und lies ATSV-Youngster Erik Krutak nicht den Hauch einer Chance. Der 15-Jährige hatte noch am Vormittag in Hirschfeld bei den Kreiseinzelmeisterschaften auf der Bahn gestanden und sich dort mit Platz 4 für die Endrunde am 26.Januar in Freiberg qualifiziert. "Ich denke, für Erik war das eine super Erfahrung und er hat das wirklich klasse gemacht", so Hahn. Die ATSV-Punkte erspielten Ingolf Stein und Olaf Lange. Das sehenswerteste Duell lieferte Robert Mehlhorn ab. Drei Bahnen lang bot er seinem Kontrahenten Andy Spranger auf höchstem Niveau Paroli. "Leider musste er im vierten Satz abreißen lassen", so Hahn. Mit 597Kegeln kratzte Mehlhorn dennoch an der 600er-Marke. (mit miha/uc)

Statistik SSV: Katrin Heutehaus (569/2:2), Rica Ulbricht (558/2:2), Christina Reuter (522/2:2), Susann Augustin (504/2,5:1,5), Marlies Wurscher (546/2,5: 1,5), Maike Weinhold (543/1:3); ATSV: Ingolf Stein (573/3,5:0,5), Erik Krutak (523/0:4), Robert Mehlhorn (597/1:3), Matthias Engler (533/0:4), Michael Hahn (571/1:3), Olaf Lange (597/4:0)

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