Spitzenspiel endet deutlich

Die Fußballer des TSV Großwaltersdorf/Eppendorf haben am dritten Spieltag der Mittelsachsenliga 4:1 beim TSV Flöha gewonnen. Trotz des hohen Ergebnisses war es ein glücklicher Sieg.

Flöha.

Das Spitzenspiel der Mittelsachsenliga startete knapp sieben Minuten später als geplant. Bevor die Spieler auf den Rasen liefen, schickte das Schiedsrichtergespann die Flöhaer zurück in die Kabine. Grund dafür war, dass beide Mannschaften in roten Trikots eingekleidet waren und somit die Unterscheidung der beiden Teams zum Problem wurde. Die weißen Trikots brachten der Heimmannschaft anschließend aber kein Glück. Die Kicker des TSV Flöha verloren mit 1:4 (0:3) gegen den TSV Großwaltersdorf/Eppendorf.

Die erste Hälfte begann von beiden Teams sehr verhalten. Die Flöhaer störten zwar früh, zu zwingenden Torchancen kam es aber nicht. Die Gäste konzentrierten sich vorerst auf das Verteidigen. Umso überraschender fiel dann das erste Tor. Der Großwaltersdorfer Marc Meyer (22.) hielt aus kapp 30 Metern einfach mal drauf und der Ball segelte unhaltbar ins linke obere Eck - ein perfekter Sonntagsschuss. Zehn Minuten später wurde es dann verrückt: Nach einem Freistoß von der Mittellinie gingen zwei Flöhaer Abwehrspieler ohne Einwirkung eines Gegenspielers zum Ball. Oliver Hauser verlängerte die Kugel dann unglücklich ins eigene Tor. Nun war die Elf von Mirko Schwoy komplett von der Rolle. Zwei Minuten später kam der Flöhaer Keeper Pascal Clauß gegen den Großwaltersdorfer David Krauße zu spät und brachte ihn im Strafraum zu Fall. Den fälligen Elfmeter verwandelte Robin Lenke sicher.

"Es war von beiden Mannschaften in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel", sagt Mirko Schwoy. Aber sein Team habe den Gegner mit vielen Fehlern zu Toren eingeladen. So ging es auch nach der Pause weiter: Die Gäste blieben eiskalt und erzielten mit ihrem dritten Torschuss das 4:0. Nach einem Passfehler im Aufbauspiel der Flöhaer sah Oliver Petermann, dass Pascal Clauß zu weit vor dem eigenen Tor stand und hob den Ball aus knapp 25 Metern ins Netz. Die Einwechslung von Robin Klinner brachte dann noch einmal Schwung in die Partie. Er erzielte in der 61. Minute das 1:4 und war an vielen Offensivszenen beteiligt. Die Flöhaer bäumten sich nochmals auf, ließen aber alle Chancen liegen. "Wir haben leider einen rabenschwarzen Tag erwischt", so Schwoy. Trotzdem ginge das Ergebnis auch in der Höhe in Ordnung. "Wir brauchten diese Niederlage mal, damit einige aufwachen und wieder die Realität sehen."

Für den Großwaltersdorfer Trainer Robert Hohlfeld war es ein glücklicher Sieg. "Auch wenn es der Spielstand nicht hergibt, aber wir haben kein Tor wirklich herausgespielt, sondern nur von den Fehlern des Gegners profitiert." Lob gab er seinem Team trotzdem. "Wir haben diszipliniert gespielt und den Flöhaern wenig angeboten. Außerdem waren wir gnadenlos effektiv."

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