Striegistaler auf Messis Spuren

Fußballtrainer Felix Kretzschmar ist mit vielen Eindrücken von einer Bildungsreise aus Barcelona zurückgekehrt. Ein Besuch im Stadion durfte nicht fehlen.

Berbersdorf.

Diesen Trip wird Felix Kretzschmar so schnell wohl nicht vergessen. Der Fußball-Abteilungsleiter der SG Striegistal weilte kürzlich fast eine Woche an der katalanischen Mittelmeerküste und nahm dort an verschiedenen Trainerlehrgängen teil.

Möglich machte dies der Deutsche Fußballbund, der diese Bildungsreise organisiert hatte und für die sich Vereinstrainer und Funktionäre zwischen 18 und 30 Jahren bewerben konnten. "Es gehörte eine Begründung dazu, warum gerade derjenige dafür geeignet ist", sagt Felix Kretzschmar. Der 23-Jährige ist nicht nur Abteilungsleiter in seinem Verein, sondern trainiert in Berbersdorf auch die D-Jugend und ist beim Kreisverband Fußball als Staffelleiter im Nachwuchs aktiv.

Doch in Santa Susanna, ein kleiner Küstenort, der eine Autostunde von Barcelona entfernt liegt, gab es für ihn nicht nur Sonne, Strand und Meer. "Einige Einheiten mit den Referenten waren trotz einer Menge Spaß sogar stressig", sagt Kretzschmar schmunzelnd. Unter anderem lauschten er und die weiteren 194Teilnehmer den Worten des Trainers der deutschen Beachsoccer-Nationalmannschaft, Matteo Marrucci und Marcel Loosveld, dem Coach des deutschen Futsal-Nationalteams. "Außerdem wurden wir auch von Manuel Baum überrascht", sagt Kretzschmar. Der ehemalige Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg erzählte Anekdoten zu seinem Werdegang in den Profifußball. Auch der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Knut Kircher referierte vor den Teilnehmern. "Alle Vorträge waren sehr interessant und die Referenten hatten eine super Einstellung."

Doch Kretzschmar, der in Leipzig Sonderpädagogik studiert, musste auch selbst die Fußballschuhe schnüren. "In den Lehrgängen hatten wir die Möglichkeit, unsere Lizenzen zu verlängern", sagt er. "Wir mussten im Vorfeld der Reise angeben, an welchen Modulen wir teilnehmen wollten." Der 23-Jährige entschied sich für den Fußball bei den D- und C-Junioren. "Gerade der Wechsel vom Klein- auf das Großfeld ist spannend und könnte mich bald mit meiner Mannschaft betreffen", sagt er. "Man kann da sehr viel für die Vereinsarbeit mitnehmen."

Bei der Busreise, bei der Kretzschmar für eine Strecke 23 Stunden unterwegs war, durfte natürlich auch ein Ausflug in Europas größtes Stadion nicht fehlen. "Das Camp Nou ist ja schon ohne Zuschauer beeindruckend. Da will ich auch gern mal erleben, wie es ist, wenn dort alles voll ist", sagt er. "Aber mit meinem Lieblingsverein werde ich wohl auf längere Sicht nicht nach Barcelona kommen", so Kretzschmar schmunzelnd. Er ist Fan der SG Dynamo Dresden. Anschließend blieb für die Teilnehmer noch Zeit, Barcelona etwas zu erkunden.

Den Abschluss bildete noch ein Spiel der Trainer gegen die Referenten. "Und das haben die Trainer gewonnen. Da hat sich unsere gute Fitness ausgezahlt", so Kretzschmar, der so eine Reise jedem ambitionierten Fußballtrainer empfiehlt. "Leider wissen nur zu wenige, dass es solche Angebote überhaupt gibt." Er selbst nimmt neben den vielen Eindrücken auch neue Kontakte mit in seine Vereinsarbeit. "Und das hilft dann schon - gerade zum Beispiel bei der Organisation von Turnieren. Insofern haben sich die 23Stunden Busfahrt gelohnt."

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