SVL verschafft sich viel Respekt

Die Lichtenberger Kicker holen gegen Gelenau ein 0:4 auf. Aber auch die Konkurrenten in der Mittelsachsenliga kommen langsam in Schwung.

Lichtenberg/Flöha.

Die Fußballer der SV Lichtenberg haben erneut überrascht. Nach dem starken Auftritt gegen Sachsenligist SV Olbernhau (2:2) am Donnerstagabend trotzte das Team von Manuel Kluge am Sonntag auch dem BSV Gelenau (Landesklasse West) im Testspiel ein 4:4-Unentschieden ab. Dabei hatte der Vorjahreszweite der Mittelsachsenliga diesmal zur Pause mit 0:4 im Hintertreffen gelegen.

"Die Mannschaft hat eine Supermoral gezeigt", lobte Kluge. Wie seine Männer bei tropischen Temperaturen und dem intensiven Vorprogramm (der SVL absolvierte am Wochenende ein Kurztrainingslager) zurückkamen, nötigte dem jungen Coach großen Respekt ab. Dabei verschliefen die Lichtenberger, die am Vormittag noch eine 25-km-Radtour inklusive Schwimmeinheit bestritten, die 1. Halbzeit komplett. "Wir sind nicht in die Gänge gekommen und nur hinterhergelaufen", sagte der SVL-Coach, der seine Elf allerdings auch ziemlich durcheinandergewürfelt hatte.

Nach Wiederbeginn stand Lichtenberg defensiv viel besser, schaltete schnell um, setzte den Gegner nun unter Druck und korrigierte so das 0:4 noch: Sebastian Zahn (57., 87.) und Neuzugang Maximilian Molnar (68., 88.) trafen je zweimal zum 4:4. "Eine starke Reaktion", so Kluge, der seinem Team bereits am Donnerstag gegen Olbernhau einen sehr guten Auftritt bescheinigte. Gegen den Landesliga-Aufsteiger habe man mutig verteidigt und mehr Chancen herausgespielt. Zahn und Vedat Korkmaz hatten den SVL sogar 2:0 in Front gebracht, ehe die Gäste die nachlassenden Kräfte der Lichtenberger noch zum 2:2 ausnutzen. "Alles in allem war das wirklich ein sehr gelungenes Wochenende", bilanzierte Manuel Kluge.

Bei den Konkurrenten des SVL in der Mittelsachsenliga wechseln sich im Moment Licht und Schatten ab. So verlor Mittelsachsens Meister TSV Flöha am Donnerstag gegen den Hainichener FV (Mittelsachsenklasse) klar mit 2:5 (2:3). Flöha zog zwar 1:0 in Front, kassierte dann aber innerhalb von acht Minuten drei Gegentore zum 1:3 und konnte die Begegnung nicht mehr drehen. "Sicherlich haben bei uns einige Spieler gefehlt", sagt Flöhas Trainer Steffen Bergmann, dem unter anderen kein etatmäßiger Torwart zur Verfügung stand. "Aber es waren auch genügend gestandene Männer dabei", so Bergmann, der nach dem Abpfiff Klartext redete: "Wir haben einfach sehr schlecht gespielt."

Dieses überraschende Resultat hatte auch der TSV Großwaltersdorf/Eppendorf registriert, der am Sonntag ebenfalls gegen Hainichen testete. In dieser Partie ließ der TSV, der am Donnerstag gegen Motor Marienberg mit 1:6 unter die Räder gekommen war, nichts anbrennen und gewann 5:0 (4:0). "Wir haben einen Blitzstart hingelegt, das Geschehen klar dominiert und hätten sogar noch höher gewinnen können", sagt Trainer Robert Hohlfeld. Im Gegensatz zum Flöha-Spiel war von Hainichen kaum etwas zu sehen.

Der TSV Flöha schoss sich dann in einem weiteren Übungsspiel beim 7:1- Sieg gegen die SG Kleinolbersdorf/Altenhain den Frust von der Seele. "Das Ergebnis klingt gut, aber der Gegner hat uns auch nicht gefordert. Spielerisch müssen wir zulegen", sagt Coach Bergmann.

Der Oederaner SC verlor gegen den FSV Klaffenbach mit 1:2 (0:1). Nach einem 0:2-Rückstand markierte Florian Irmscher bereits in der 54.Minute den Endstand.

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