SVL zündet Feuerwerk

Die Lichtenberger Fußballer haben im Erzgebirgsderby der Mittelsachsenliga gegen den SV Mulda ein Torfestival gefeiert. Sie gewannen mit 7:0 und sind nun dem Meistertitel ganz nah.

Lichtenberg.

Zum Lichtenberger Dorffest hatten die Organisatoren auch eine Fachfirma engagiert, die am Samstag nach 22 Uhr bunte Effektraketen in den Himmel schießen sollte. Doch bereits kurz nach 17 Uhr wurde auf dem Grund und Boden der Gemeinde ein Feuerwerk abgebrannt. Verantwortlich dafür waren die "Pyrotechniker" des SVLichtenberg. War dem Tabellenführer der Fußball-Mittelsachsenliga im Derby gegen den SV Mulda in der ersten Halbzeit das Pulver teilweise nass geworden, setzte die Truppe von Trainer Manuel Kluge nach dem Seitenwechsel alle sportlichen Zündschnüren in Brand und schickten den Rivalen mit einer 7:0 (2:0)-Klatsche ins rund fünf Kilometer entfernte Mulda zurück. Da Verfolger TSV Großwaltersdorf/Eppendorf am Wochenende spielfrei war, baute der Ligaprimus seinen Vorsprung auf fünf Zähler aus.

Doch zunächst sah es nicht danach aus, dass es ein klares Ergebnis geben könnte. "Wir sind schwer reingekommen und hatten nach dem Auswärtssieg in Großwaltersdorf auch etwas Schwierigkeiten, den Fokus auf dieses Heimspiel zu legen", sagte Kluge. Doch wiederum agierte seine Truppe in der Offensive äußert effektiv und machte aus wenigen Möglichkeiten zwei Tore. Mulda wehrte sich, blieb vor dem generischen Kasten ebenfalls nicht ohne Möglichkeiten, traf die Kiste aber nicht. "Ein Unentschieden zur Halbzeit wäre sicherlich im Bereich des Möglichen gewesen. Doch dafür hätten wir besser treffen müssen", sagte Muldas Trainer Mario Hiekel, der am Ende aber auch die spielerische Überlegenheit der Lichtenberger anerkannte und am verdienten Sieg des Spitzenreiters nicht rütteln wollte.

Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel war es Sebastian Schneider, der auf 3:0 stellte. Nach einer reichlichen Stunde machte Danny Kluge seine zweite Kiste zum 4:0, nur zwei Minuten später stiefelte Swen Häuser in den Strafraum, konnte dort nur auf Kosten eines Elfmeters gestoppt werden. Häuser kümmerte sich nicht um die alte Fußballerweisheit, dass ein gefoulter Spieler nicht zum Elfer antreten soll. Er schnappte sich die Kugel und versenkte sie sicher zum 5:0.

"Derbys können auch anders ausgehen, aber wir haben alles reingehauen und verdient gewonnen", sagte der 35-Jährige, der auf keinen Fall vor hat, seine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Godo Manolaj machte dann das halbe Dutzend voll. Stephan Timmel erzielte schließlich das 7:0. Doch Manuel Kluge machte an der Seitenlinie seinen Spielern deutlich, dass an das Bier im Festzelt noch nicht zu denken ist. "Sicherlich haben wir in der zweiten Halbzeit den Gegner dominiert und so Fußball gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe. Doch es war wichtig, dass die Spannung bis zum Schluss hoch blieb." Nach dem Abpfiff wurde dann gefeiert. Zwar liegen keine Umsatzparameter vor, doch der Bierabsatz im Lichtenberger Festzelt dürfte nach dem Derbysieg deutlich gestiegen sein.

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