Teilerfolg nach Auftaktkrimi

Die Volleyballerinnen des SV Union Milkau haben ihr erstes Saisonspiel in der Bezirksliga mit 2:3 verloren. Dabei sah es im Entscheidungssatz lange nach einem Sieg aus.

Milkau.

Der Griff in die eigens mitgebrachte Fruchtgummitüte entfaltete erst ab dem 2. Satz seine Wirkung bei den Volleyballerinnen des SV Union Milkau. Während zu Beginn der Partie gegen den SV Chemnitz-Harthau noch die Aufregung überwog, steigerte sich der Aufsteiger mit der Dauer der Begegnung. Dennoch reichte es am Ende nicht für drei Punkte. In einem nervenaufreibenden Duell verloren die Union-Damen nach fünf Sätzen mit 2:3 (23:25, 25:15, 27:25, 21:25, 12:15). Somit holte das Team von Trainer Tilo Gerstenberger beim ersten Saisonauftritt immerhin einen Zähler.

"Klar bin ich ein wenig enttäuscht, aber mit einem Punkt im ersten Spiel kann ich leben. Das sah an vielen Stellen schon ganz gut aus", so der Coach. Der erste Satz sei für den Union-Übungsleiter aber am ärgerlichsten gewesen. Dabei hatte es den Anschein, als würden seine Spielerinnen gleich zu Beginn davonziehen. 6:1 betrug die Führung der Gäste nach wenigen Minuten. Doch dann schlich sich der Fehlerteufel ein - und zwei Milkauer Auszeiten später zeigte die Ergebnistafel einen 6:12-Rückstand an. Zum Ende wurde es zwar noch einmal eng, aber die Gastgeberinnen retteten den Vorsprung ins Ziel. "Wir haben uns noch einmal gut zurückgekämpft aber es hat leider nicht gereicht. Hätten wir diesen Satz nicht so leicht aus der Hand gegeben, wäre das Spiel womöglich anders ausgegangen", so Gerstenberger.

Im 2. Satz ließen die Milkauerinnen diesmal nichts anbrennen und gewannen deutlich. Die Vorgabe ihres Trainers - den Gegner mit gezielten und druckvollen Aufschlägen aus dem Rhythmus zum bringen - funktionierte und brachte auch im 3. Satz viele Punkte ein. Dieser war allerdings ausgeglichener. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, da auch die Chemnitzerinen mit ihren starken Angreiferinnen punkteten. Beim Stand von 23:24 aus Sicht der Union-Spielerinnen bekamen beide Teams jedoch Nervenflattern. Erst katapultierten die Gastgeberinnen den Satzball ins Aus. Kurz darauf landete die Angabe der Milkauerinnen ebenso im Netz wie der anschließende Aufschlag von Chemnitz-Harthau. Als die Gäste sich dann selbst einen Satzball erspielten, streichelte das Spielgerät erneut die Netzkante, schaffte es aber auf die gegnerische Seite. Nach einem langen Ballwechsel entschied Unions Diagonalangreiferin Rosi May den 27:25-Satz mit einem Leger.

Die Führung im Rücken brachte aber noch keine Sicherheit. Satz vier ging mit 21:25 verloren, und es kam zum Entscheidungssatz. 11:6 betrug die Führung der Milkauerinnen, doch im Anschluss ging ihnen die Puste aus. "Wir hatten auf einmal Angst vor dem Gewinnen", sagt Gerstenberger. Dem Team habe am Ende einfach die Durchschlagskraft gefehlt. Das konnte Adeline Helbig bestätigen. "Man hat gemerkt, dass uns die Kondition noch gefehlt hat. Die Angriffsschläge waren nicht mehr so kraftvoll wie den ersten Sätzen", so die Libera. Die Mannschaft habe trotz des Einbruchs im 5. Satz (12:15) eine ordentliche Mannschaftsleistung geboten und und damit gute Voraussetzungen für die kommenden Aufgaben geschaffen.

In dieser Hinsicht ist sie sich mit Lisa Vogel einig: "Wir haben schon viel besser zusammengespielt als zuletzt im Pokal", freut sich die 25-Jährige, seit dieser Saison als Mittelblockerin für den SV Union zum Einsatz kommt, da Jennifer Heilmann langfristig verletzt ausfällt. Als frühere Außenangreiferin hat sie sich mit der Umschulung bereits angefreundet. "Es macht Spaß auf der neuen Position, aber ich bin im Spiel noch nicht so durchgekommen wie ich es mir erhofft hatte", so Lisa Vogel. In der Defensive lief es für sie dafür umso besser. Bei der nächsten Partie gegen den bislang ungeschlagenen TV Burgstädt am 1. November will die Mittelblockerin dann auch offensiv glänzen.

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