Test zeigt noch Baustellen auf

Die Sachsenliga-Fußballer von Germania Mittweida haben gegen Fortuna Chemnitz nur 3:3 gespielt. Ein Akteur durfte dabei wieder auf seiner angestammten Position ran.

Mittweida.

Philipp Krasselt ist am Mittwochabend erleichtert gewesen. Nach einigen Einsätzen in der Innenverteidigung durfte der Fußballer von Germania Mittweida wieder auf seiner angestammten Position auflaufen - im linken offensiven Mittelfeld. Und er dankte es seinem Trainer Uwe Schneider im Testspiel gegen Fortuna Chemnitz schon nach sieben Minuten: Nach einer schönen Kombination durch das Zentrum schloss er mit einem geschickten Schlenzer zur 1:0-Führung ab. Am Ende stand ein 3:3-Unentschieden auf der Anzeigetafel, das vor allem auf die vielen individuellen Fehler der Mittweidaer in der 2. Halbzeit zurückzuführen ist.

Krasselt lieferte insgesamt eine gute Partie ab und überzeugte nicht nur mit seinem Tor, sondern auch mit starken Dribblings. "Ich habe meine Qualitäten schon in der Offensive", sagte er. "Darum war ich auch sehr überrascht, dass mich der Trainer plötzlich in der Innenverteidigung eingesetzt hat." Uwe Schneider erhoffte sich durch diesen Schritt noch etwas mehr Physis bei seinem Schützling, kündigte aber nach Spielende an, dass Krasselt nun wieder dauerhaft offensiv wirbeln darf. "Ich denke, dass er dort für uns wertvoller ist", so der Coach.

Defensiv offenbarten die Mittweidaer aber noch einige Baustellen. Dreimal lagen sie gegen die Chemnitzer in Führung, dreimal mussten sie den Ausgleich hinnehmen. Nach Krasselts 1:0 traf der Chemnitzer Sebastian Büttner mit einem gar nicht so scharfen, aber präzisen Fernschuss zum 1:1. Roy Blankenburg brachte die Mittweidaer kurz vor der Pause mit einem Volleyschuss wieder in Führung.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten hätten die Mittweidaer schon für klare Verhältnisse sorgen können. "In dieser Phase müssen wir eigentlich auf drei, vier Tore davonziehen", kritisierte Schneider die Chancenverwertung seiner Mannschaft. "Dass wir dann durch grobe Abwehrfehler den Gegner wieder ins Spiel bringen, darf uns in den Punktspielen nicht passieren." Vor allem die Innenverteidigung um Andreas Hönig und Christian Kuhl ermöglichte durch Ballverluste den Chemnitzern weitere Treffer. Florian Rüger traf zum 2:2 (65.), im Gegenzug brachte Tobias Heinrich die Gastgeber wieder in Führung. Doch auch diese hielt nur wenige Minuten: Chris Meier sorgte mit dem erneuten Ausgleich für den 3:3-Endstand (76.). In der Schlussphase war es ein offener Schlagabtausch. Die Mittweidaer trafen sogar ein viertes Mal, doch der Treffer in der Nachspielzeit fand keine Anerkennung.

Am Sonntag steht für Germania die Generalprobe für den Sachsenliga-Auftakt am 5. September gegen Stahl Riesa auf dem Programm. Die Mittweidaer gastieren bei der SG Empor Possendorf (Landesklasse Mitte), die am vergangenen Wochenende in der Qualifikationsrunde des Sachsenpokals bei der SGWeißig 1:6 unterlag und dadurch als Testspielgegner zur Verfügung stand. Mittweida hat für den Sachsenpokal nicht gemeldet.

StatistikMittweida: Goldhammer (46. Ebersbach) - Pietsch (70. Grötzsch), Hönig, Stier, Weinert (68. Kuhl) - Ebert (82. Reuther), D. Heinrich, Eckhardt, Krasselt (56. T. Heinrich) - Seifert (70. Hahn), Grau (40. Blankenburg) - Tore: 1:0 Krasselt (7.), 1:1 Büttner (36.), 2:1 Blankenburg (45.), 2:2 Rüger (65.), 3:2 T.Heinrich (67.), 3:3 Meier (76.) - SR: Beyer (Rochlitz) - Zuschauer: 59

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