Traum von DM-Gold erfüllt sich vorerst nicht

Schwimmen: Freibergerin in Bestenlisten vorn dabei - Meisterschaft abgesagt

Chemnitz.

Kristin Bergmann wird sich in diesem Jahr selbst kein Weihnachtsgeschenk machen können. Im Vorjahr war die junge Schwimmerin des ATSV Freiberg kurz vor den Feiertagen erstmals für den Zehn-Ländervergleich im Schwimmen in Berlin nominiert worden und fischte dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze aus dem Becken. In diesem Jahr kann sich die junge Freibergerin nun kein nationales Edelmetall unter den Tannenbaum legen: Ihr Wettkampfhöhepunkt, die deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Dezember in Dortmund, wurden jetzt vom Deutschen Schwimmverband abgesagt.

"Ich bin sehr traurig", sagt die Zwölfjährige. Auf insgesamt sieben Strecken hatte Kristin Bergmann die Qualifikation für Dortmund geschafft und auf mehreren Distanzen realistische Medaillen- und sogar Goldchancen. Denn die Sportschülerin, die seit dem Herbst beim früheren Olympia-Medaillengewinner Thomas Flemming in Chemnitz trainiert, hat 2020 erneut einen großen Schritt nach vorn gemacht: Beim jüngsten Leistungsvergleich der drei sächsischen Landestützpunkte Ende Oktober rückte die ATSV-Schwimmerin über 100 m Rücken (1:10,43) und 400 m Freistil (4:46,93) auf Platz2 der deutschen Bestenliste ihres Jahrgangs. Zudem knackte sie über 50 Meter Freistil erstmals die 30-Sekunden-Marke: In 28,93 Sekunden verbesserte sie sich auf Rang 5 der nationalen Bestenliste. "Ein riesiger Satz", staunt Mutter Silvia Bergmann. Auch Sohn Magnus legte bei diesem Wettkampf erneut zu: Der 14-Jährige, der ebenfalls in Chemnitz trainiert, konnte seine Zeiten zum Teil deutlich verbessern und seine sächsischen Kontrahenten hinter sich lassen. Vor allem über 200 Meter Lagen (2:26,10) überzeugte der Freiberger, konnte aber über 100 Meter Freistil die magische Grenze von einer Minute nicht durchbrechen - mit einer Zeit von 1:00,09 denkbar knapp.

Die Schüler der Eliteschulen des Sports durften auch im November trainieren - unter strengen Hygieneauflagen, erklärt Silvia Bergmann. Alle Wettkämpfe fielen jedoch aus. Wie es im Dezember weitergeht, hängt auch bei den jungen Schwimmern von den Entwicklungen in Sachen Corona ab. "Wir werden aber weiterhin positiv denken."

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