Trendwende oder Abstiegsstrudel

Die Bezirksliga-Handballer des SV Niederwiesa empfangen den HC Fraureuth. Die Voraussetzungen vor dem Spiel sind für die Grün-Weißen dabei denkbar ungünstig.

Niederwiesa.

Martin Herwick lag in dieser Woche etwas schwer im Magen. Den Trainer der Bezirksliga-Handballer des SV Grün-Weiß Niederwiesa plagte dabei aber weder ein Völlegefühl nach dem Verzehr eines Eisbeins, noch musste er ein Sodbrennen behandeln. Vielmehr hatte die jüngste Auswärtsniederlage bei der USG Chemnitz diese Beschwerden verursacht. In diesem Spiel hatten seine Männer 24 Tore erzielt, aber auch 40 Kisten kassiert. Dieser Auftritt hatte noch einmal deutlich gezeigt, dass es bei den Grün-Weißen in dieser Saison noch nicht richtig läuft.

Rein rechnerisch muss in Niederwiesa noch keiner den Alarmknopf drücken. Mit 4:8 Punkten liegt der SVN aktuell auf dem 10. Rang. Dahinter belegen mit dem SV Schneeberg (1:11) sowie dem Burgstädter HC (0:12) zwei Teams die beiden Abstiegsränge. Trotzdem muss Herwick mit seiner Truppe möglichst zügig eine Trendwende schaffen, um nicht in den Abstiegsstrudel hineingezogen zu werden. Die nächste Gelegenheit ergibt sich am Sonntag, wenn der SVN in der Sporthalle des Pufendorf-Gymnasiums Flöha ab 16Uhr auf den Tabellensechsten HC Fraureuth trifft.

"Wir rennen vor allem unserer Konstanz hinterher. Statt 60 Minuten durchzuziehen, sind unsere Auftritte von zu vielen Schwächephasen geprägt", schätzt der Niederwiesaer Trainer ein. Zudem sei die Verantwortung auf zu wenige Schultern verteilt. Und zu allem Unglück ist auch das Lazarett der Mittelsachsen prall gefüllt. Christian Göschel musste sich einer Sprunggelenksoperation unterziehen und fällt weiter auf unbestimmte Zeit aus. Robert Enderlein hatte zunächst mit einem gebrochenen Finger noch zwei Spiele gemacht, muss nun aber endgültig ein Vierteljahr pausieren. Markus Rosner hatte nach einer Schulterverletzung im jüngsten Spiel versucht, wieder mitzumischen. "Aber da sind wir ein zu hohes Risiko eingegangen. Auch er fehlt jetzt", berichtet Herwick. Dazu kommt noch Robin Frigge, der an einer Prellung des Oberschenkels laboriert. Diese Diagnosen seien für die Sportler ein Rückschlag, wirkten sich aber auch auf die wöchentliche Arbeit aus. "Im Training sind wir oft weniger als sieben Leute", ist vom Niederwiesaer Coach zu erfahren.

Dazu komme der Fakt, dass zwei Akteure aus der "Ersten" als Schiedsrichter auf Landesebene zum Einsatz kommen und deshalb nicht zu jedem Punktspiel einsatzbereit sind. Am Sonntag soll sein Team mit Akteuren aus der zweiten Mannschaft aufgestockt werden. Außerdem können noch in diesem Jahr weitere Handballer aus der vereinseigenen A-Jugend integriert werden. "Natürlich kann ich den jungen Spielern nicht gleich die volle Verantwortung auflasten, obwohl sie dazu durchaus bereit sind", sagt der Übungsleiter, der den Nachwuchs keinesfalls verheizen will.

Der zweite Regionalvertreter besitzt am Samstag (19 Uhr) ebenfalls Heimrecht. Dabei bekommt der HV Oederan, derzeit mit 4:6 Zählern auf dem 9. Platz notiert, schwere Kost vorgesetzt. Denn die Mannschaft von Trainer Marco Börner empfängt den aktuellen Spitzenreiter TSV Oelsnitz (10:2). Die gleiche Paarung gibt es 17 Uhr in der Bezirksklasse der Frauen, wobei die Oederaner Damen im sechsten Spiel der Saison erneut Anlauf nehmen, die ersten Punkte einzufahren.

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