Trio ist bereit für den Start

Die Kanuten des KSV Flöha beginnen mit einem Wettkampf in Leipzig die neue Saison. Mit dabei sind auch drei hoffnungsvolle Talente.

Flöha.

Bei den derzeit herrschenden Temperaturen denken Otto-Normalsportler sicherlich nicht in erster Linie an Wassersport. Aber die Kanuten des KSV Flöha werden am Wochenende bei der Regatta der SG LVB Leipzig in der Messestadt ihre Boote zu Wasser lassen, um dort um gute Platzierungen zu kämpfen.

Dabei handelt es sich für die Aktiven vom Plauer Zschopauwehr um den ersten offiziellen Wettkampf des Jahres. In Leipzig geht es dabei ausnahmslos auf den langen Strecken zwischen 1000 und 6000 Meter zu Sache. Das traditionelle Anpaddeln wurde in diesem Jahr mangels eines passenden Termins weniger spektakulär im Training erledigt. Seit Wochen läuft aber auf dem heimischen Gewässer schon das Wassertraining, zu den Osterfeiertagen fanden für die KSV-Athleten verschiedene Trainingslager statt.

"In Leipzig können wir nun zeigen, wie wir durch den Winter gekommen sind. Die Regatta ist eine erste Standortbestimmung für uns", sagt Vereinschef Christian Rößler, der zugleich auch eine Gruppe von 10 jungen Sportlern trainiert. Zu der gehören auch die jeweils 11 Lenze zählenden Raik Große aus Dittmannsdorf, Nils Neumann (Falkenau) und Franz Krones (Breitenau). Das Trio wird in Leipzig dabei sein und will dort um Edelmetall kämpfen. Für die Jungs geht es jeweils über 2000 Meter, sie starten alle im K I und K II. Insgesamt wird der KSV Flöha mit mehr als 20 Aktiven dabei sein. "Auch wenn das Training oft anstrengend ist - uns macht es Spaß", sagt Franz Krones, der gemeinsam mit Nils Neumann die 5. Klasse der Oberschule Flöha besucht und schon seit vier Jahren beim KSV trainiert.

Rößler lobt die Einsatzbereitschaft und den Willen der Jungs. "Hätte ich nur solche Trainingsgruppen, wäre es mir um die Zukunft des Vereins nicht bange", sagt der Chef. Es mache ihm sehr viel Spaß, mit der Truppe zu arbeiten. "Sie haben auch zu Ostern voll durchgezogen, als das Wetter für den Kanuten alles andere als angenehm war", lobt Rößler. "Natürlich gibt es Tage, an denen du keinen richtigen Bock auf den Kraftraum hast. Doch wenn du auf dem Wasser bist, ist die Lust am Sport ganz schnell wieder da", berichtet Nils. Eine besondere Lieblingsstrecke oder ein besonderes Lieblingsboot haben die drei jungen Kanuten zwar nicht, aber dafür mit Tom Liebscher aus Dresden ein gemeinsames sportliches Vorbild. "Ihn haben wir schon zu verschiedenen Regatten getroffen, uns dabei Autogramme geholt sowie Fotos mit ihm gemacht", sagt Raik. Liebscher ist gebürtiger Sachse, holte sich in Rio bei den Olympischen Spielen 2016 im K 4 die Goldmedaille und wurde auch Weltmeister.

Nach der Regatta in Leipzig geht es einer Woche später in Döbeln erstmals in diesem Jahr auf den kurzen Strecken zur Sache. "Und danach steht schon die große Brandenburger Regatta an. Aber dort gehen nur die allerbesten an den Start", blickt Rößler voraus.

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