Trio steht plötzlich im Mittelpunkt

Bei der Bahneröffnung in Geringswalde wurden vor vielen Sportlern Birgit Gumnior, Peter Petersen und Elke Hergl ausgezeichnet. Alle drei sind mit der Leichtathletik im Ort eng verbunden.

Geringswalde.

Das Wetter hat am vergangenen Wochenende nicht viel Anlass zum Strahlen gegeben. Sogar die Sonne machte sich rar, sodass die Verantwortlichen des LWV Geringswalde am Samstag den zweiten Teil der Bahneröffnung schweren Herzens absagen mussten. Drei Sportfreunde aus der Stadt durften sich dennoch über kleine Aufmerksamkeiten freuen. Bei der Bahneröffnung wurden Elke Hergl und Peter Petersen vom LWV sowie Birgit Gumnior von der Geringswalder Kindertagesstätte Pfiffikusland geehrt.

Peter Petersen bekam aus den Händen des KSB-Geschäftsführers Benjamin Kahlert die goldene Ehrenplakette des Landessportbundes. "Eine höhere Auszeichnung gibt es auf sportlicher Ebene in Sachsen nicht", so Kahlert. "Aber ich bin keiner, der so sehr darauf achtet, sondern betrachte die Auszeichnung als Anerkennung", sagt der 67-jährige Bauingenieur, der immer noch selbstständig tätig ist. "Aber da ich meine Zeit ganz gut einteilen kann, findet man mich oft auf der Leichtathletik-Anlage", sagt Petersen schmunzelnd. Er selbst galt zu aktiven Zeiten als Spätstarter. "In der 10.Klasse wurde ich entdeckt und zur Leichtathletik gelotst", erinnert er sich. Zu DDR-Zeiten schaffte er es im Weitsprung bei einer nationalen Meisterschaft sogar einmal zu Bronze. Als Übungsleiter fing er 1981 bei der damaligen BSG Aufbau Geringswalde an, aus der der LWV später hervorging. "Zunächst habe ich nur Sportler im Sprint- und Sprungbereich betreut, später kamen die Wurfdisziplinen dazu." Wichtig sei ihm aber, dass die Kinder Spaß am Sport haben. "Und wer Talent hat, kann wöchentlich an zwei Trainingseinheiten teilnehmen oder sich den Einheiten bei der LG Mittweida anschließen." Als "Cheftyp" bezeichnet sich Petersen allerdings nicht, doch als stellvertretender Abteilungsleiter bei den Leichtathleten ist er immer nah am Geschehen dran. "Ich bin froh, dass sich jüngere Sportfreunde gefunden haben, die die Abteilung weiterführen."

Elke Hergl hätte nie damit gerechnet, dass sie bei der Bahneröffnung ausgezeichnet wird. Sie erhielt der Ehrennadel in Gold des Landessportbundes. Die 68-Jährige war viele Jahre Lehrerin an der Geringswalder Grundschule tätig. Neben Deutsch und Mathematik unterrichtete sie auch Sport. Vom Schulsport zum Verein war der Weg nicht mehr so lang, sodass viele Kinder sich der Leichtathletik-Abteilung anschlossen. Hergl betreut dabei gemeinsam mit anderen Trainern aus dem Verein Kinder im Alter zwischen acht und elf Jahren - und half bei der Bahneröffnung natürlich mit. "Es ist nur schade um die ganze Arbeit gewesen, dass die Wettkämpfe am Sonnabend ins Wasser fielen."

Birgit Gumnior erhielt die Ehrennadel in Bronze vom LWV Geringswalde. Die Erzieherin der Kindertagesstätte Pfiffikusland ist zwar nicht direkt im Verein aktiv, aber vor allem beim Schlossberglauf im Frühjahr immer eine Stütze. "Außer dieses Jahr, da war ich im Urlaub", sagt sie. Gumnior ist vor allem dafür zuständig, dass beim Zwergenlauf immer viele Kinder aus ihrer Einrichtung mitmachen. "Und das funktioniert ganz gut, da wir eine Nachmittagssportgruppe haben", sagt sie. Auch beim Landkreislauf in Hainichen habe die Kindertagesstätte drei Staffeln gestellt. "Und beim Kita-Team-Cup sind wir auch immer dabei. Also schon eine sportliche Einrichtung", so die frühere Turnerin, die in ihrer Freizeit noch Fahrrad und Ski fährt.

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