Umkämpfte Duelle im Sand

Bei den Beach-Open in Mittweida haben sich viele Basketballer wieder getroffen. Für einige HSG-Korbjäger hieß es allerdings auch Abschied nehmen.

Kleines Derby im Halbfinale der Beach-Open: René Grunwald (l.) von "Just hoop it" (TSV Dittersbach) behielt mit seinem Team gegen Robert Fröhner von "Manitz & Co." (HSG Mittweida) die Oberhand.

Von Robin Seidler

Für Christopher Hausmann sind die Beach-Open der Basketballer am Sonnabend so etwas wie sein persönlicher Schlussakkord bei der HSG Mittweida gewesen. Nach einer erfolgreichen Landesliga-Saison, die die HSG-Korbjäger auf Platz 2 beendeten, zieht es den 21-Jährigen zu den Dresden Titans II in die Regionalliga. Er spielt damit zwei Ligen höher als mit den Mittweidaern.

"Doch das ist nicht der Hauptgrund für meinen Wechsel nach Dresden", sagt er. Hausmann, der im Mittweidaer Team zuletzt als Spielertrainer fungierte und mit 246Punkten in 13 Spielen zweitbester Werfer der Landesliga-Staffel wurde, studiert in Dresden Wirtschaftsingenieurwesen. "Die Fahrten zum Training nach Mittweida haben viel Zeit gekostet", sagt er. Zudem leben viele seiner Mannschaftskollegen ebenfalls nicht mehr in Mittweida. Neben Hausmann verlassen zudem Maximilian Richter, Eric Otto und Sebastian Reising die HSG-Korbjäger.

Am Sonnabend kamen aber alle noch einmal zusammen. Hausmann spielte im Team AS Sozial, was größtenteils aus Mittweidaer Basketballern bestand. Eine seiner Stärken - das Dribbeln - konnte Hausmann allerdings nicht einsetzen. Es war im Sand schlicht nicht möglich. "Aber ich denke, dass ich auch ein ganz guter Werfer bin", sagte er schmunzelnd. Mit der Mannschaft reichte es am Ende nicht für den Sprung unter die besten Vier, doch beim Shoot-Out sicherte er sich den dritten Platz.

Zum Turnier hatten sich insgesamt 19 Teams angemeldet, die auf zwei Feldern gegeneinander spielten. "Das ist weniger als sonst, aber dennoch können wir damit zufrieden sein", sagte Turnierorganisator Martin Trinks. Er ist noch Mitglied bei der HSG Mittweida, allerdings lebt er inzwischen in München. "So geht es vielen ehemaligen Mittweidaern auch, daher sind hier Teams aus vielen Teilen der Bundesrepublik dabei", so Trinks. Die Entfernung nach Mittweida habe bei der Organisation aber keine Rolle gespielt. "Viel geht da telefonisch, da ist es egal, wo man ist."

Allerdings hätte Trinks das Turnier lieber an zwei Tagen gespielt, doch die geringen Anmeldezahlen machten ihm einen Strich durch die Rechnung. "Der Aufwand mit Zeltaufbau, Getränken und so weiter ist dennoch der gleiche." Dass das Turnier verkürzt wurde, sahen die teilnehmenden Teams allerdings nicht als negativ an, so Trinks. Künftig plant er, das Turnier wieder jährlich stattfinden zu lassen, nachdem es zuletzt 2016 ausgetragen wurde. "Wenn wir es jedes Jahr spielen, sind gewisse Abläufe bei den Helfern noch im Gedächtnis."

Im Ligabetrieb geht es für die HSG Mittweida trotz der Abgänge im September weiter. "Wir werden wohl die erste Mannschaft zunächst mit Spielern aus der zweiten auffüllen müssen", sagt der Mittweidaer Basketball-Abteilungsleiter Mirko Bergner, der am Sonnabend im "Team von Feld 1" mitwirkte. Acht Spieler kämen derzeit für die Landesliga-Mannschaft in Frage, so Bergner. "Ich hoffe, dass mit Beginn des neuen Semesters vielleicht noch ein, zwei Jungs dazukommen." Dass einige Spieler doppelt ran müssen, sei dennoch wahrscheinlich, sagte er. "Aber der Spielplan ist da relativ entspannt." Die Landesliga-Saison startet am 23. September, die zweite Mannschaft greift in der Bezirksliga erst im Oktober ins Geschehen ein.

Beim Turnier waren auch die Dittersbacher Basketballer dabei, die in der kommenden Saison in der Bezirksliga spielen. Für Abteilungsleiter Patrick Fuhrmann war der Wettstreit im Sand eine nette Abwechslung in der Saisonvorbereitung. Und eine erfolgreiche: Sein Team "Just hoop it" wurde am Ende Zweiter.

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