Unverkrampfter Kampf

Mittweidas Coach Uwe Schneider schickt seine Sachsenliga-Fußballer mit einer Warnung aufs Feld. Germania soll zuhause für Jubelchöre sorgen.

Mittweida.

"Unsere Kickers die schaffen es, vor. Unsere Kickers die schaffen es, Tor!", heißt es im Vorspann einer bekannten japanischen Fußball-Zeichentrickserie, die in den 1990-er Jahren auch in Deutschland populär wurde. Uwe Schneider, Trainer der Sachsenliga-Elf des SV Germania Mittweida, wird am Sonntag ab 14 Uhr wohl nicht mitsingen wollen. Seine Spieler sollen es den Kickers 94 Markkleeberg zuhause so schwer wie möglich machen und die Punkte im Stadion am Schwanenteich für sich behalten. "Dafür müssen wir hellwach sein und kämpfen, als wäre es ein Pokal-Finale", sagt Schneider.

Mittweida musste sich in acht Partien bislang nur einmal geschlagen geben und steht mit einem Torverhältnis von 16:9 auf Rang 3 in der Tabelle. Fast gespiegelt die Bilanz der Kickers - 9:16 Tore und erst ein Dreipunkteerfolg steht vor dem 9. Spieltag bei den Gästen zu Buche. "Von dem positiven Gerede im Umfeld dürfen wir uns nicht beeinflussen lassen. Wir sind keine Mannschaft, die auf Ballbesitz setzen kann. Der Einsatz muss passen, um in der Landesliga zu bestehen", so Schneider.

Obwohl Germania das jüngste Aufeinandertreffen beider Teams in Markkleeberg mit 3:0 für sich entschied, warnt er: "Diese Begegnung lief unter ganz anderen Vorzeichen. Wir waren unter Druck, hatten nichts zu verlieren. Mit viel Glück, Geschick und Kontern haben wir dort gewonnen."

Für seine Truppe laufe es immer dann gut, wenn sie, wie zuletzt beim 1:0 in Bautzen, als Außenseiter befreit aufspielen könne. "Sobald die Erwartungshaltung steigt, verkrampfen wir. Deswegen dürfen wir nicht denken, wir seien die bessere Mannschaft, nur weil wir weiter oben stehen," so der Mittweidaer Coach. Er erwartet ein Duell, in der seine Elf vor allem viel körperlichen Einsatz zeigen muss, um gegen die Kickers zu bestehen. "Der Gegner wird alles in die Waagschale werfen, um unten rauszukommen."

Auch der zweitjüngste Germania-Akteur, Tobias Grau, wird wieder mit auflaufen und sicherlich versuchen, nach seinem Siegtreffer in Bautzen auch vor heimischen Publikum für Jubel zu sorgen. Schneider hat aber nichts dagegen, wenn sich die anderen Angriffsspieler erfolgreich beteiligen: "Wir haben keinen klassischen Torjäger. Wer die Buden macht ist egal - alle müssen sich reinhängen."

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