VfB-Mädels sichern vorzeitig Bronze

Für Sachsens Nachwuchs ist die Handball-Saison zu Ende. Viele Teams aus Mittelsachsen können sich zumindest mit guten Platzierungen trösten.

Flöha.

Die D-Jugend-Handballerinnen des VfB Flöha haben in den vergangenen Monaten viel dazu gelernt. Hatten sie die abgelaufene Serie in der Kreisunion mit 0:36 Punkten und 59:455 Toren als Letzte beendet, lief es diesmal deutlich besser. Das Team erkämpfte sich durch ein 13:12 gegen den TSV Penig Platz 3 in der Kreismeisterschaft.

Nach starker 1. Halbzeit und einer 9:4-Führung lief nach dem Seitenwechsel zwar nicht mehr viel zusammen. Dennoch reichte es am Ende. Antonia Zschorn und Emilie Friede erzielten je 4 Tore, Selma Hollstein traf dreimal. Insgesamt war das Trio 53-mal für den VfB erfolgreich. Nach fünf von zehn Spielen belegen die jungen Flöhaerinnen, die vom Niederwiesaer Trainergespann Stephanie Schulze-Gerlach und René Gerlach betreut werden, mit 6:4 Zählern den 3. Platz. Dahinter folgt Penig mit 3:7 Zählern, an der Spitze der Tabelle liegen der HC Glauchau/Meerane (10:0) und die SG Zschorlau/ Schneeberg (10:2).

Daran wird sich höchstwahrscheinlich auch nichts mehr ändern. Denn der Handballverband Sachsen hat die Saison in den Nachwuchsklassen für beendet erklärt. Die VfB-Mädels haben sich über eine Whatsapp-Gruppe organisiert, um Neuigkeiten zu erfahren. Doch derzeit ruht auch sämtlicher Trainingsbetrieb. "Über eine Wertung der Saison werden wir zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Auf jeden Fall wollen wir als Verband den Vorgaben des DHB folgen", sagte der Geschäftsführer des HVS, Ronald Meier. Immerhin nahmen 73 Nachwuchsvertretungen aus Mittelsachsen (23 im weiblichen Bereich) am Spielbetrieb teil. Zwei Teams gingen auf Landesebene, 31 im Bezirk und die verbleibenden 40 im Spielkreis an den Start. Die A- und die C-Jugend der HSG Freiberg waren dabei in der Sachsenliga am Ball. Für die C-Jugend stand am Ende sogar Platz 5 unter zehn Teams zu Buche (19:15 Punkte), die A-Jugend kam auf Rang 6 unter acht Mannschaften (9:25 Punkte).

Wie Nachwuchstrainer Jan Müller mitteilte, läuft beim TSV Fortschritt Mittweida die Verständigung ebenfalls vor allem über Whatsapp. "Ich habe den Jungs Trainingspläne geschickt, um sportlich etwas im Takt zu bleiben", erklärt der C-Jugend-Coach. "Auch wenn es sich noch nicht so in den Ergebnissen gezeigt hat - der Jahrgang hat gute Voraussetzungen. Und die Eltern ziehen mit." Auch für die neun Nachwuchsteams des SV Rotation Weißenborn ist komplett Pause. "Jetzt ist es erst einmal wichtig, die Vorgaben der Gesundheitsbehörden umzusetzen und die Sozialkontake zu minimieren. Deshalb herrscht in unserer Handball-Abteilung bis auf weiteres generelle Ruhe, auch die Sporthalle ist geschlossen", sagt Weißenborns Sportkoordinator Ralf Hallas. Volker Dietzmann, Chef der Handball-Nachwuchskommission in Mittelsachsen, steht voll und ganz hinter dem Abbruch der Saison. "Natürlich hinterlässt Corona einen tiefen Einschnitt im Sportleben. Wir müssen jetzt die Entwicklungen abwarten und nach vorn schauen."


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