Vogel ist weiter auf Höhenflug

Roven Vogel aus Nossen ist der neue U 16-Weltmeister der internationalen Schach-Jugend. Groß geworden ist das Riesentalent beim Siebenlehner SV.

Siebenlehn/Nossen.

Peter Kahn ist wahnsinnig stolz. Und nicht nur der langjährige Schach-Abteilungsleiter des Siebenlehner SV, "sondern der ganze Verein ist das", versichert Kahn. Denn mit Roven Vogel ist gerade ein junger Schachspieler Jugend-Weltmeister geworden, der seine Laufbahn in Siebenlehn begann, dort zum Spitzenspieler reifte "und immer noch engen Kontakt zu uns hält", sagt Peter Kahn. Bei den Titelkämpfen im griechischen Porto Carras, auf der Halbinsel Chalkidiki, hatte sich Roven Vogel unter insgesamt 150 Spielern seiner Altersklasse durchgesetzt und als einziger aus den elf Runden 9,0 Punkte gesammelt. Damit konnte der 15-jährige Gymnasiast aus Nossen ein punktgleiches Trio aus Italien, Armenien und Ungarn (je 8,5) um einen halben Zähler distanzieren.

"Roven ist sehr mutig zu Werke gegangen und schaffte es mit Übersicht und Nervenstärke, komplizierte Stellungen gegen starke Gegner zum Sieg zu führen", lobt Peter Kahn, der fast alle Partien seines früheren Schützlings live im Internet verfolgt hatte. Der junge Nossener gewann dabei im Laufe des zweiwöchigen Turniers gegen einen Slowenen, einen Türken, einen Kasachen, einen Griechen, einen Russen, einen Ägypter und zwei Iraner. Zudem spielte er gegen einen Kolumbianer sowie einen Chinesen remis und musste nur gegen einen Inder als Verlierer vom Brett. "Er hat sein überragendes Talent erneut unter Beweis gestellt und ist verdient Jugend-Weltmeister", strahlt Kahn.

Der 75-Jährige hatte Vogel, der sich vor fünf Jahren beim Siebenlehner SV anmeldete, einige Grundlagen des königlichen Spiels beigebracht. Danach startete der Youngster einen beeindruckenden Höhenflug: 2009 Kreismeister, 2010 erstmals Bezirks- und Sachsenmeister sowie 2012 Deutscher Meister der Altersklasse U 12. Zudem mauserte sich Roven Vogel zum Spitzenspieler der Siebenlehner Männermannschaft in der Landesklasse. 2014 wechselte das Riesentalent dann zum USV TU Dresden, wo er in der Oberliga, aber auch schon in der 1.Bundesliga am Tisch sitzt.

"Dieser phänomenale Erfolg ist das Ergebnis von Fleiß und Zielstrebigkeit sowie seiner Begeisterung für den Schachsport", sagt Peter Kahn, der 45 Jahre die Siebenlehner Schachabteilung leitete. Zudem habe Roven von Beginn an von vielen Seiten Unterstützung bekommen. Großen Anteil am Erfolg haben seine Eltern, die Schule und frühere Trainer und Betreuer wie Bernd Windisch oder Gert Thierfelder, die mit Siebenlehns Nachwuchsspielern zu attraktiven nationalen Turnieren fuhren, so das "Schach-Urgestein" des SSV. "Alle freuen sich natürlich, dass er gerade bei uns begonnen hat", schmunzelt Kahn. Roven Vogel sei auch aktueller Vereinsmeister und war im August beim Jubiläum "50Jahre Schach in Siebenlehn" zu Gast. "Er gewann das Schnellturnier und gab eine gut besuchte Simultanvorstellung", blickt Kahn zurück. Zudem sei Vogel de- signierter Internationaler Meister, nachdem er bei Großmeisterturnieren dreimal die geforderten Normen erfüllt hat, erklärt Kahn.

Erste internationale Erfahrungen hatte Roven Vogel bei den Siebenlehner Weihnachtsopen sammeln können. 13 Jahre lang richtete der Siebenlehner SV das hochkarätige Turnier zum Jahreswechsel aus, an dem zum Teil mehr als 100 Spieler teilnahmen. Auch mehrere Großmeister waren jedes Jahr zu Gast.

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