Volles Haus und hohe Sprünge

Beim Reitturnier in Pappendorf hat es rund 600 Starts und damit mehr als in den Jahren zuvor gegeben. Damit zahlte sich das neue Konzept der Veranstalter aus.

Pappendorf.

Etwas geschafft ist Lisa Kaminski am Montag schon gewesen. Die Vereinsvorsitzende des Reit- und Fahrvereins Striegistal war beim eigenen Turnier in Pappendorf nicht nur neben dem Platz gefordert, sondern nahm an einigen Prüfungen selbst teil. "Doch speziell der Sonnabend war wahnsinnig stressig, weil viele Wettbewerbe parallel stattgefunden haben", sagte die 27-Jährige. Rund 600 Starts gab es am Wochenende, gut 280 Pferde waren auf der Anlage.

Das leicht veränderte Konzept mit zeitgleichen Wettbewerben zahlte sich am Wochenende aus. "Die Prüfungen waren alle gut besucht und für die Zuschauer gab es ja auch viel zu sehen", so Kaminski über die Wettkämpfe, die nicht nur im Sprungparcours, sondern auch im Dressurviereck sowie im Gelände stattgefunden haben. "Für uns als Gastgeber war es dadurch etwas stressiger, weil es mit dem neuen Konzept für uns eine Premiere war. Da tun sich manchmal kleine Sachen auf, an die man nicht denkt."

Für die Vereinschefin selbst war es der zweite Wettkampf nach ihrer Schwangerschaft. "Ich war seit November nicht auf dem Pferd und habe im März leicht wieder angefangen", so Kaminski. Nach einem ersten Turnier in Seelitz startete sie nun vor heimischer Kulisse. "Da ich aber in Chemnitz wohne, musste ich noch überlegen, wie mein Pferd nach Pappendorf kommt. Ohne Hilfe von Freunden wäre das gar nicht möglich gewesen." Und ihr Pferd Sky Minervo zeigte sich trotz heißer Temperaturen gut aufgelegt: Nachdem Kaminski im Stil-Geländeritt noch knapp am Podest vorbeigeschrammt war, gelang ihr im Striegistalderby am Sonntag ein Coup, als sie Zweite wurde. "Natürlich freue ich mich über den zweiten Platz, aber andererseits bin ich nur wenige Hundertstel am Sieg vorbeigeschrammt." Dennoch sei sie sehr zufrieden, so die Vereinschefin. "Mein Pferd hat alles gut weggesteckt, darunter auch die Fahrt von Chemnitz." Die Hitze ist bei solchen Turnieren durchaus auch für die Pferde ein Faktor. "Schließlich stehen sie den ganzen Tag im Anhänger oder auf einer Koppel."

Einige weitere mittelsächsische Reiterinnen durften sich über gute Platzierungen freuen. Silke Schmieder vom Langenstriegiser SV wurde auf Pedro bei der Springprüfung der Klasse A** Vierte und verpasste das Podium somit knapp. Dafür klappte es bei den jungen Langenstriegiser Reiterinnen. Franziska Charlotte Heger gewann auf Sendro sowohl das Springen der Klasse A** als auch das A-Punktespringen. Pita Schmid wurde Dritte in der Geländeprüfung der Klasse A**.

Neu beim Pappendorfer Turnier waren nicht nur die Abläufe, sondern auch Teile der Logistik. "Unsere Unterstützer haben da ganze Arbeit geleistet", so Kaminski. Unter anderem stellte eine Baufirma Materialien für einen Baucontainer zur Verfügung, der die neue Meldestelle bildete. Beim Turnier bekamen die Striegistaler Gastgeber zudem Hilfe aus Freiberg. "Bernd Lange vom dortigen Reit- und Fahrverein war wieder Parcours-Chef und hat mit seinem Geländebauer-Team wieder ganze Arbeit geleistet", so Kaminski.

Die Freiberger sind am Pfingstwochenende selbst Ausrichter eines Turniers in Kleinwaltersdorf. In Langenleuba-Oberhain wird zudem wieder über vier Tage das Pfingstturnier ausgetragen.

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