Vorbei an Pyramide und Fackeln

1077 Läufer sind am 28. Adventslauf durch Freiberg gelaufen. Neben dem Teilnehmerrekord gab es auch einen neue Bestzeit im Hauptlauf.

Freiberg.

Der Weihnachtsmann ließ sich beim 28. Freiberger Adventslauf zwar nicht am Streckenrand blicken, dafür aber die Silberstadtkönigin, "Julia die Erste". Mit ihrem Gewand und der Krone erinnerte sie wahrscheinlich viele der Kinder an die Eiskönigin aus dem Disney-Animationsfilm, die wohl fast schon genau so bekannt ist, wie der Mann mit dem roten Mantel und dem weißen Bart. Eiseskälte verspürten viele, Schnee blieb aber aus. Und so liefen die 1077 Aktiven bei guten Bedingungen den Traditionslauf entlang der Stadtmauer.

Diese Voraussetzungen nutzte Philipp Reinhardt vom LC Jena am Besten. In einer Rekordzeit von 37:34 Minuten lief der Thüringer im Hauptlauf über 12 Kilometer allen davon und hatte am Ende 1:47 min Vorsprung auf Sascha Strötzel (SC DHfK Leipzig), der das Rennen im vergangen Jahr gewann und diesmal Dritter wurde. "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung, auch wenn ich noch nicht bei meiner Bestform bin", sagt Reinhardt, der das erste Mal am Freiberger Adventslauf teilnahm. Vor allem das Ambiente hat dem 25-Jährigen gefallen. "Das habe ich so auch noch nie bei einem Lauf erlebt."

Marko Hofmann (SV Einheit Bräunsdorf) zollte dem Jenaer großen Respekt. "Er gehört zu den besten Läufern Deutschlands und das Teilnehmerfeld war dieses Jahr allgemein wieder sehr stark." Hofmann lief auf den 12. Platz und war damit sehr zufrieden. "Gerade weil diese Saison nicht optimal für mich lief", so der Bräunsdorfer, der seit 2010 durchgängig am Adventslauf in Freiberg teilnimmt. Hofmann lief die 12 km in 42:57 min und war damit über eine halbe Minute schneller als im Jahr zuvor und stand als Dritter seiner Altersklasse M 35 auf dem Podest. "Das ist noch einmal ein schöner Saisonausklang für mich gewesen."

Den Hauptlauf der Frauen gewann erneut Vorjahressiegerin Anna Kristin Fischer (SC DHfK Leipzig). Mit 46:51 min toppte sie ihre Zeit aus 2018 noch einmal um 20 Sekunden. Nach 48:05 min kam Ellen Pestel vom TSV Flöha als Zweite ins Ziel. Die 19-Jährige, die damit ihre Altersklasse W 20 gewann, konnte auch mit dem 2. Platz in der Gesamtwertung gut leben: "Ich weiß, dass Anna derzeit schneller ist, aber Platz 2 habe ich angepeilt und mit einer Zeit unter 50 Minuten bin ich ebenfalls zufrieden." Pestel kennt den Adventslauf schon aus Kindheitstagen. "Mit 8 Jahren war ich das erste mal über die 3 km dabei. "Die Atmosphäre hier ist immer besonders, wenn man an den Fackeln und den großen Menschenmassen am Weihnachtsmarkt vorbeiläuft", sagt die Flöhaerin, die den Volkslauf 2016 über 6 km sogar gewann. Da Pestel sich an der Berufsschule für Hörakustik in Lübeck fortbildet, konnte sie 2018 nicht mitlaufen. "Dieses Jahr hat es aber zeitlich wieder gepasst und im Anschluss kann ich den Weihnachtsmarkt noch mit der Familie genießen."

Für den Christmarkt blieb den beiden Organisatorinnen Susan Vergöhl und Andrea Strahl, zumindest am Samstag, kaum Zeit. Sie hatten auch bei der anschließenden Siegerehrung noch alle Hände voll zu tun. "Wir sind sehr glücklich, es lief noch besser als wir es erwartet hatten", freute sich Vergöhl. Die beiden Veranstalterinnen vom ausrichtenden Hetzdorfer SV hatten erst nur mit 800 Teilnehmern gerechnet. "Es ist alles so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt hatten. Das haben wir aber vor allem unseren vielen Helfern vor Ort und den Sponsoren zu verdanken", sagt Stahl.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...