Wechsel auf ungewohntes Terrain

Der Rochlitzer Handballer Marcus Pollmer ist am Sonntag doppelt sportlich aktiv. Nach dem Bergtriathlon folgt für ihn der Saisonstart auf dem Parkett.

Rochlitz.

Wenn am Sonntagabend die Handballer der HSG Rochlitz/Geringswalde gegen den Chemnitzer HC II in die neue Bezirksklasse-Saison starten, dann wird ein HSG-Spieler schon etwas schwere Beine haben. Linksaußen Marcus Pollmer wagt sich bereits am Vormittag auf die Sprintstrecke beim Rochlitzer Bergtriathlon.

"Dass nun der Triathlon und das Handballspiel an einem Tag stattfinden, ist ein Irrtum meinerseits", sagt der 34-jährige Wiederauer mit einem Schmunzeln. "Ich habe irrtümlich gedacht, dass der Bergtriathlon samstags wäre. Darum habe ich das Handballspiel in Abstimmung mit meinen Mannschaftskollegen auf den Sonntag legen lassen", sagt er. Nun hat Pollmer den Salat. "Aber ich glaube, ich kann das durchstehen. Nach dem Triathlon habe ich schon einen Termin mit dem Physiotherapeuten vereinbart. Dazu ein Teller Nudeln und eine Mittagsruhe, dann bin ich beim Handball wieder fit." Zudem werden bei seiner angestammten Sportart andere Muskelgruppen beansprucht als beim Triathlon, fügt er hinzu.

Bereits im vergangenen Jahr hat Pollmer beim Bergtriathlon mitgemacht. Damals hatte er für die Sprintdistanz, die aus 750 Metern Schwimmen, 40 Kilometern auf dem Rad sowie 4 km Laufen besteht, circa 80 Minuten gebraucht. "Ich hatte beim Schwimmen viel Zeit verloren. Diesmal möchte ich zehn Minuten schneller sein." Doch beim Schwimmen haben im vergangenen Jahr viele Athleten Minuten und Sekunden eingebüßt. "Aufgrund der vielen Wasserpflanzen konnte man sich kaum richtig fortbewegen. Es ist daher richtig, den Schwimmstart aus der Sandgrube Biesern ans Muldeufer zu verlegen."

Die Laufstrecken ist er in diesem Sommer oft gerannt. "Sie waren auch Teil unserer Saisonvorbereitung bei den Handballern", sagt er. Anfangs seien die HSG-Männer nur im Stadion gelaufen. Mit Blick auf das Triathlon-Training konnte Marcus Pollmer seine Teamgefährten dann auch für die bergigen Anstiege rund um Rochlitz begeistern. "Im Freibad waren wir auch oft, aber so einen Triathlon, wie ihn die Mittweidaer Handballer jährlich in der Vorbereitung bestreiten, haben wir noch nicht gemacht." Auch für die Radstrecke sieht sich Pollmer gut gerüstet. "Vor zwei Jahren habe ich mir ein Rennrad gekauft. Es wiegt nur acht Kilogramm." Neben dem Rochlitzer Triathlon hat er im vergangenen Jahr schon beim Stausee-Triathlon in Rabenstein mitgemacht.

Doch alles dient für ihn als Vorbereitung für ein ganz großes Ziel. "In zwei, drei Jahren möchte ich meinen ersten Marathon laufen", kündigt er forsch an. Halbmarathons hat er bereits bewältigt. "Beim Training liege ich zurzeit so bei 30 Kilometern, aber die letzten zwölf sind noch einmal heftig."

Doch solange es geht, wird seine erste sportliche Liebe immer der Handball sein. Pollmer stieg mit seinem Team im Frühjahr in die 1.Bezirksklasse auf und wurde in der abgelaufenen Saison mit 115 Treffern Torschützenkönig. Auf dem Weg zum Klassenerhalt werden seine Tore also schon am Sonntag gebraucht. "Und im Kampf gegen den Abstieg sind Heimsiege besonders wichtig."

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