Weißenborner auf Hochtouren

Die Verbandsliga-Handballer des SV Rotation sind seit acht Spielen ungeschlagen und nun sogar Dritter. Dagegen verabschiedete sich die HSG II aus der Spitzengruppe.

Weißenborn/Freiberg.

In der Freiberger Ernst-Grube-Halle steigt am kommenden Samstag das mit Spannung erwartete Duell der Verbandsliga-Handballer der HSG Freiberg II und des SV Rotation Weißenborn. Vor dem Lokalderby, dem ersten Pflichtspiel der beiden Rivalen seit 15 Jahren, haben sich die Kräfteverhältnisse gerade geändert: Aufsteiger Weißenborn steht nach acht Spielen ohne Niederlage auf Rang 3 der Verbandsliga West (15:5 Punkte), während die HSG II nach dem dritten sieglosen Spiel in Folge auf Rang5 (13:7) zurückgefallen ist.

Er müsse sich manchmal selbst kneifen, um zu merken, "dass alles real ist", sagt Rotation-Trainer Jens Peschke mit einem Schmunzeln. Dieser Höhenflug sei nie und nimmer zu erwarten gewesen. "Aber es ist einfach genial, wie das die Jungs gerade machen", so der 42-Jährige, der seit mehr als zehn Jahren für die Rotation-Männer verantwortlich ist. Dabei laufe noch nicht einmal alles rund, schmunzelt Peschke erneut.

So wie beim 26:21 (12:8) der Weißenborner gegen den Vorjahreszweiten Chemnitzer HC. Zwar führten die Gastgeber von Beginn an, da vor allem Derik Zojdz im Rückraum auf Hochtouren unterwegs war (8:3/ 18.). Doch es standen auch 15 Fehlwürfe zu Buche. "Wir haben Chemnitz damit wieder ins Spiel gebracht", sagt Peschke. Nach der Pause verkürzte der CHC, der in der Vorsaison nur durch den schlechteren direkten Vergleich gegenüber der HSG Rottluff am Sachsenliga-Aufstieg scheiterte, auf 15:13 (40.).

Die Hausherren zogen nun aber wieder an. Die Abwehr stand, im Tor waren erst André Quint und später Kevin Kalcher ein starker Rückhalt, und beim 19:13 nur vier Minuten später lagen die Weißenborner wieder klar auf der Siegerstraße. Bis auf die zwei kleinen Schwächephasen vor und nach der Pause sei seine Mannschaft spielerisch klar besser gewesen, lobte der Rotation-Coach. "Der Sieg war hochverdient."

Dagegen mussten die Männer der HSG II am 10. Spieltag den nächsten Rückschlag einstecken: Beim HV Böhlen unterlagen die Freiberger mit 28:31 (14:12) und fielen vorerst aus der Spitzengruppe. Allerdings hatte Trainer Markus Lehmann im Gastspiel beim bisherigen Drittletzten nur eine Rumpftruppe zur Verfügung - sechs Feldspieler sowie einen Torhüter. "Und von den anderen hatte zuvor kaum einer trainiert", raufte sich Lehmann die Haare.

So musste nicht nur Co-Trainer Ingolf Jaeger mit auf die Platte, auch der 32-jährige Tom Mader wurde reaktiviert. Mit Lukas Bergunde (19) stand der junge Keeper der dritten Mannschaft erstmals über 60 Minuten in der Verbandsliga im Tor, da die Nummer 1, Ehab Ben Husen, verletzt passen musste. Dennoch führten die HSG zur Pause mit zwei Toren, ehe Böhlen das Spiel noch drehte. Das Umschaltspiel nach hinten habe nicht so funktioniert, zudem war die Fehlerquote zu hoch, so Lehmann. "Trotz der Ausfälle wäre viel mehr drin gewesen." (mit olsc)

 

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