Weißenborner blasen zum Angriff

Die Bezirksliga-Handballer des SV Rotation liegen wieder auf Titelkurs. In Niederwiesa brennt dagegen der Baum.

Weißenborn/Niederwiesa.

Für die beiden Regionalvertreter ist die Saison in der Handball-Bezirksliga außerordentlich spannend, wobei die Gefühlswelten völlig unterschiedlich sind. Die Fans des SV Rotation Weißenborn bekommen in der Sporthalle feuchte Hände, weil ihre Männer nach dem 29:25 (16:14) gegen die HSG Aue/Schneeberg als Tabellendritter (14:4 Punkte) zum Angriff auf die Spitze blasen. Aus einem ganz anderen Grund haben die Anhänger des SV Grün-Weiß Niederwiesa Schweißausbrüche. Denn durch die 29:30 (16:19)-Heimniederlage gegen die USG Chemnitz bleibt der SVN mit 5:15Zählern Vorletzter des Klassements und damit in akuter Abstiegsgefahr, zumal Schlusslicht Werdau punktgleich ist.

Die Weißenborner unterstrichen gegen die HSG Aue/Schneeberg ihre Titelambitionen. Hatte das Team von Trainer Jens Peschke gegen die Erzgebirger zunächst Probleme (5:7/ 13.), lief es dann mit jeder Minute besser. So brachte Thomas Bartzsch die Gastgeber in der 19. Minute 10:9 nach vorn, zu Beginn des zweiten Durchgangs führte Rotation 18:15. Zwar hielten die Gäste bis zum 22:21 (48.) Tuchfühlung, doch als Sebastian Fischer drei Minuten vor Ultimo zum 27:23 traf, war die Entscheidung gefallen. "Es war eine leidenschaftliche Vorstellung von uns. Sicherlich lief die 1. Halbzeit nicht optimal, aber nach dem Wechsel hat sich mein Team gesteigert", lobte Peschke. Wenngleich er Torwart Kevin Kalcher ein Extralob aussprach, hob der Coach die mannschaftlichen Geschlossenheit hervor. "Die Jungs haben so gespielt, wie wir es abgemacht hatten." Weißenborn hat bisher zwei Spiele weniger absolviert und die wenigsten Minuspunkte aller Teams auf dem Konto.

Statistik SV Rotation: Kalcher - Kosterlitzky (1), Bladeck, Hell, Krägenbrink (5/3), Kirschenmann (1), Pollmer (2), Zojdz (8), Wicke, Djurperovic (2), T. Bartzsch (7), Kuhnke, Fischer (1), Schwarz (2)

Im Niederwiesaer Lager leuchtet nach der siebten Saisonniederlage nicht nur eine Adventskerze. Vielmehr droht im Dezember der ganze Baum zu brennen. "Ich bin bedient. Wir hatten uns so viel vorgenommen, konnten aber jeweils nur zehn Minuten pro Halbzeit unseren Plan umsetzen", schimpfte Trainer Martin Herwick. Dann hätten sich seine Spieler offenbar eine mentale Auszeit genommen. So führte seine Mannschaft zunächst 5:2, lag aber nach 22 Minuten 13:15 hinten. Im zweiten Durchgang verteidigten die Gäste ihre Führung, Niederwiesa sah sich sogar 23:27 zurück (50.). Die Grün-Weißen kämpften sich zwar auf 29:29 heran, doch per Siebenmeter in der Schlussminute machten die Gäste den Sieg perfekt. "Jetzt stecken wir richtig im Sumpf", ärgerte sich Trainer Herwick. (kbe)

Statistik SV Niederwiesa: Richter (5), Göschel (6), Rosner (4), Clauß (4/3), Mattner (2), Oehmigen (2), Tutzschky, Hamann (2), Uhlmann, Lößner, Haase, Steinkopf, Frigge, Herrmann (4)

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