Weißenborner Lauf gebremst, HSG II ist Spitze

Die Verbandsliga-Handballer des SV Rotation unterliegen bei der DHfK III 21:24. Freibergs Reserve ringt Delitzsch II nieder.

Weißenborn/Freiberg.

Aller guten Dinge sind für die Handballer des SV Rotation Weißenborn doch nicht drei gewesen. Nach zwei überzeugenden Siegen zu Beginn der neuen Saison unterlagen die Schützlinge von Jens Peschke am 3. Spieltag der Verbandsliga West beim SC DHfK Leipzig III 21:24 (12:13) und mussten die Tabellenführung abgeben.

"Das ist kein Beinbruch, dort kann man verlieren", war der Rotation-Trainer weit davon entfernt, Trübsal zu blasen. Dennoch sei der Saisonstart mit nun 4:2 Punkten insgesamt gelungen, wertet er. Wie zuletzt taten sich die Gäste aus Weißenborn zu Beginn schwer, insbesondere im Angriff. Erst nach sieben Minuten traf Kapitän Thomas Bartzsch zum ersten Mal und verkürzte auf 1:3. Beim 4:4 hatte Rotation den Ausgleich hergestellt, lag zur Pause aber wieder 12:13 zurück. "Wir haben viele technische Fehler gemacht", so Trainer Peschke. Zudem habe sein Team Probleme mit dem sehr körperbetonten Spiel der Leipziger gehabt.

Im Angriff geriet Rotation auch nach dem Wechsel immer wieder ins Stocken. Vor allem Derik Zojdz, der Torschütze vom Dienst, kam gegen die kompakte und aggressive Deckung der DHfK kaum zum Zug. Dagegen meldete sich Linkshänder Patrick Neubert mit vier Toren zurück. Bis zur 53. Spielminute blieb Rotation dran (21:22), ehe die Gäste auf die Verliererstraße gerieten. "Wir haben am Ende erneut einige Fehler zu viel gemacht, die uns die Punkte gekostet haben", sagte Peschke. Dennoch habe die Mannschaft erneut unterstrichen, dass sie mit den Spitzenteams der Staffel mithalten kann. Die Truppe habe sich seit vorigem Jahr sehr gut entwickelt, lobt der 43-Jährige, der seit mittlerweile 13 Jahren auf der Trainerbank der Rotation-Männer sitzt.

Die DHfK III rechnet Peschke neben LVB Leipzig und Sachsenliga-Absteiger HSG Neudorf/Döbeln zu den Titelfavoriten. "Dahinter mischen aber auch schon wir mit", so der Coach schmunzelnd. Vier Wochen haben die Weißenborner jetzt frei, ehe in Döbeln das nächste Spitzenspiel ansteht. Peschke: "Wir werden im Training weiter Gas geben, um unser Niveau zu halten."

Auf Platz 1 der Verbandsliga steht aktuell die HSG Freiberg II, was bei Trainer Markus Lehmann aber keineswegs Jubelstürme auslöste. "Das ist nur eine Momentaufnahme. Es läuft noch längst nicht rund", so der 36-Jährige nach dem 31:27 (15:16) gegen Concordia Delitzsch II. Denn die richtigen Brocken kommen erst noch. "Wir haben uns zweimal gegen Aufsteiger sehr schwergetan", so der Freiberger Coach. Die Abwehr habe gegen Delitzsch in der 1. Halbzeit "null Körperspannung" gezeigt. Zumindest im Angriff lief es besser, wobei vor allem Matej Harvan (11) und Miroslav Jahn (5) dafür sorgten, dass beide Punkte am Ende in der Grubehalle blieben. (mit olsc)

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