Weniger Spaß, mehr Arbeit

Am letzten Spieltag des Jahres dürfen die Mittweidaer Handballteams noch einmal zuhause antreten. Allerdings müssen sie sich in eigener Halle inzwischen auch auf neue Bedingungen umstellen.

Mittweida.

Eigentlich könnten sich die Handballmannschaften des TSV Fortschritt Mittweida nach den jüngsten erfolgreichen Ergebnissen auf die Weihnachtspause freuen. Doch seit kurzem müssen sie sich erst einmal in eigener Halle an einen neuen, größtenteils noch unbekannten Gegner gewöhnen. In der Mittweidaer Halle gibt es seit kurzem für die Handballer ein Haftmittelverbot bei den Trainingseinheiten und den Punktspielen, das der Vorstand des TSV der Abteilung erteilte. Kurioserweise läuft es seitdem sportlich ganz gut.

"Doch obwohl vor allem unsere Männer seitdem wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden haben, macht Handball ohne Haftmittel einfach keinen Spaß", sagt die Abteilungsleiterin des TSV, Grit Kopasz. "Vor allem bei den Würfen und Pässen ist es für unsere Sportler eine große Umstellung", sagt sie. Durch das fehlende Wachs oder Naturharz fehlt den Spielern die nötige Griffigkeit mit dem Ball. Dass Haftmittel in einer Sporthalle - trotz aller Reinigungsbemühungen - Flecken hinterlassen, liege für sie in der Natur der Sache. "Dabei geben sich unsere Sportler immer große Mühe, die Halle nach den Trainingseinheiten wieder zu säubern." Doch das Verbot steht und die TSV-Handballer fühlen sich dadurch vor den Kopf gestoßen. "Es wäre schön, wenn wir mit unserem Vorstand dazu mal ein Gespräch führen könnten", so Kopasz.

Generell seien Haftmittelverbote in den Ligen der Mittweidaer Teams eher die Ausnahme als die Regel. "Lediglich bei der USG Chemnitz ist mir noch eines bekannt", so die Abteilungsleiterin. Durch das Verbot in Mittweida kommt auf die Fortschritt-Handballer nun nach den Auswärtsspielen mehr Arbeit dazu. "Schließlich spielen wir zumeist in Hallen, in denen weiter Haftmittel eingesetzt wird. Somit müssen wir unsere Bälle danach immer säubern."

Die Bezirksliga-Männer des Vereins (5./13:9) treffen morgen zum Rückrundenauftakt auf den HC Annaberg-Buchholz (9./7:15). "Das ist immer eine kleine Wundertüte", sagt Grit Kopasz. Das Hinspiel im Erzgebirge gewannen die TSV-Männer deutlich mit 29:18, allerdings schieden sie im Halbfinale des Bezirkspokals in der Vorsaison gegen diesen Gegner aus. Auch die Bezirksklasse-Frauen des TSV (6./10:12) empfangen Annaberg-Buchholz (2./16:4). Hier sind die Gäste allerdings leicht favorisiert.

In derselben Staffel steht den Frauen des BSC Motor Rochlitz (11./6:14) am Sonntag ein ganz wichtiges Spiel bevor. Sie reisen zum Kellerduell beim VfB Flöha (12./2:20). Mit einem Sieg können sie wieder Tuchfühlung zum Mittelfeld aufnehmen und etwas beruhigter Weihnachten feiern.

Ähnlich sieht die Situation für die Frauen des TSV Penig (11./2:14) in der Bezirksliga aus. Neben dem morgigen Heimspiel gegen die USG Chemnitz (5./10:8) haben sie zudem in der kommenden Woche noch eine Chance auf Punkte in diesem Jahr. In der 2. Bezirksklasse gehen am Sonntag beide mittelsächsischen Vertreter auf Reisen. Der Zweite HSG Rochlitz/Geringswalde (2./12:4) gastiert beim ZHC Grubenlampe III (5./7:9), der HSG Striegis (7./4:10) steht bei Fortschritt Mylau-Reichenbach (3./10:6) eine schwere Aufgabe bevor.

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