Wiedersehen macht Freude

Im Kreispokal-Duell zwischen Lunzenau und Rochlitz trifft ein Trainer am Sonntag auf seine ehemaligen Jugendspieler. Beim Spiel in Göritzhain geht es zudem um einen guten Zweck.

Lunzenau/Göritzhain.

Sechs Spieler haben am vergangenen Sonntag bei der 2:6-Liganiederlage in Lichtenberg im Kader des BSC Motor Rochlitz gestanden, die vom Trainer des SV Fortschritt Lunzenau, Lars Berger, in der Rochlitzer Jugend ausgebildet wurden. Am Sonntag dürften sich in Lunzenau noch mehr ehemalige Schützlinge von Berger blicken lassen. Denn der Trainer, der heute seinen 26. Geburtstag feiert, trifft in der 2. Runde des Fußball-Kreispokals auf seinen früheren Verein mit vielen Weggefährten.

"Es ist schon ein komisches Gefühl, nun gegen meine ehemaligen Spieler anzutreten", gibt der Lunzenauer Coach zu. Fünf Jahre war er Jugendtrainer in Rochlitz, holte dabei unter anderem 2016 mit den A-Junioren des BSC den Kreispokal und stieg in die Landesklasse auf, die das Team sportlich auch halten konnte. Natürlich könne es nun ein kleiner Vorteil sein, dass er beide Mannschaften gut kennt, sagt Berger. "Doch am Ende sind die Rochlitzer als höherklassiges Team immer noch der Favorit." Gerade die jungen Spieler bringen viel Potenzial mit, weiß Berger.

Der Rochlitzer Linksverteidiger Max Deitert spielte fast die gesamten fünf Jahre unter Trainer Berger - und wurde dabei in der Aufstiegssaison auch auf seine jetzige Position umgeschult. "Es ist zwar nicht die Position, die mir am meisten Spaß macht, aber die, auf der ich der Mannschaft am meisten helfen kann", sagt der 19-Jährige und freut sich auf das Pokalduell gegen seinen Ex-Trainer. "Es ist schön, alte Bekannte auf und neben dem Platz wiederzusehen - und Lunzenau ist mein absolutes Traumlos", sagt er.

Für seinen ehemaligen Übungsleiter, auf den er am Sonntag erstmals trifft, findet Deitert lobende Worte: "Lars hat jetzt schon mehrfach unter Beweis gestellt, dass er eine Mannschaft auch in kurzer Zeit verbessern kann", sagt er. "Bei uns wusste damals auch jeder, dass wir Potenzial haben. Aber unter seiner Leitung haben wir es auch auf den Platz gebracht."

Nur wenige Kilometer vom Lunzenauer Sportplatz entfernt steigt am Sonntag ein zweites spannendes Duell. Kreisligist Rotation Göritzhain empfängt den SV Barkas Frankenberg aus der Mittelsachsenliga. "Wenn es normal läuft, wird Frankenberg natürlich weiterkommen. Aber wir wollen uns bestmöglich verkaufen", sagt der Göritzhainer Vereinschef Benjamin Zschage. Verkaufen wollen die Gastgeber am Sonntag auch möglichst viele Eintrittskarten und Kuchen. Denn Teile des Erlöses gehen an den Chemnitzer Verein Lukas Stern, der seit 2016 die Wünsche von tod- und schwerkranken Kindern erfüllt. "Der Verein wird sich in der Halbzeit auch vorstellen", sagt Zschage und hofft trotz des Parallelspiels in Lunzenau auf viele Zuschauer. "Wir sind sehr ersatzgeschwächt, aber vielleicht gelingt uns eine Überraschung."

Der SV Geringswalde/Schweikershain will seine Erfolgsserie bei Kreisliga-Aufsteiger Rossauer FC fortschreiben. Der Hainichener FV reist zum Mittelsachsenklasse-Duell nach Claußnitz. Kreisligist SC Altmittweida bekommt im Duell mit dem Hartmannsdorfer SV die Chance, einen Mittelsachsenligisten zu ärgern. Eine ähnliche Möglichkeit bietet sich dem LSV Sachsenburg im Duell mit Meister TSV Flöha, während Mittweida II in Niederwiesa nicht stolpern will.

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