Wiedersehen und Abschied

Mittweidas Landesliga-Fußballer bestreiten ihr letztes Saisonspiel gegen den SSV Markranstädt. Vor dem Anpfiff werden einige langjährige Wegbegleiter des Germania-Trainers geehrt.

Mittweida.

Germania-Torhüter Maik Ebersbach wird auch am letzten Spieltag der Sachsenliga das Tor seines Teams hüten müssen. Einen Ausflug in den Sturm wird es im letzten Spiel der Saison gegen den SSV Markranstädt nicht geben, ebensowenig wie Torjäger Silvio Grötzsch in den Kasten rückt - auch wenn es für beide Mannschaften um nichts mehr geht. "Wir haben sowieso einen viel zu kleinen Kader, um experimentieren können", so Mittweidas Cheftrainer Uwe Schneider schmunzelnd. Im Gegenteil - seine Spieler wollen noch ein letztes Mal alle Reserven aus sich herausholen. Die Mittweidaer (8. Platz/38 Punkte) können nach der starken Rückrunde noch Rang 7 erreichen, während die Markranstädter (14./22) bereits als Absteiger feststehen.

"Wir hoffen natürlich, dass wir die Saison mit einem positiven Ergebnis beenden können, aber das ist auch nicht so wichtig", sagt Schneider. Für den Germania-Coach haben die Ehrungen 15 Minuten vor Anpfiff des Spiels einen größeren Wert. Dann werden nämlich verdienstvolle Spieler der vergangenen Jahre verabschiedet. Uwe Katzer, Eric Kaltschmidt, Sebastian Vogt, Marcel Köhler und Tommy Wilsdorf waren maßgeblich mitverantwortlich für den sportlichen Aufstieg des Vereins und dessen Weg von der Kreisoberliga in Sachsens höchste Spielklasse.

Während es für viele im Alt-Herren-Bereich der Germania weitergeht, wird Wilsdorf den Verein verlassen und beim SV Geringswalde/ Schweikershain anheuern. "Er kann aus beruflichen Gründen nicht mehr mit dem Team trainieren, und auf dem Niveau reicht das auf Dauer leider nicht aus", sagt Schneider. Er ist sich aber sicher, dass Wilsdorf seinem neuen Verein mit der Erfahrung, die er in Mittweida gesammelt hat, weiterhelfen wird.

Aufgrund des bereits gesicherten Klassenerhalts kann Uwe Schneider dem letzten Spiel gelassen entgegensehen und sich außerdem auf ein Wiedersehen mit seinem alten Weggefährten Uwe Ferl, dem Cheftrainer der Markranstädter, freuen. Mit dem 60-Jährigen, der früher in der DDR-Oberliga kickte, hatte Schneider mehrere Jahre seiner Jugend bei der BSG Chemie Böhlen verbracht. "Ich muss zugeben, er war immer der bessere Fußballer", sagt Schneider lachend. Als Trainer will er den Spieß gegen seinen alten Freund am Samstag nun aber umdrehen.

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