Winterrost in Spanien abgeschüttelt

Rennpilot Freddie Heinrich startet in diesem Jahr erstmals im Red-Bull-Rookies-Cup - dem Vorzimmer der Moto-GP.

Lunzenau.

Die Frage, ob Freddie Heinrich sein Rennsport-Programm 2021 wie geplant durchziehen kann, bleibt nach wie vor offen. Zumindest ist seine Saison eingeläutet: Am Sonntag erfolgte die offizielle Präsentation des Moto3-WM-Teams Prüstel-GP aus Callenberg, für das der junge Mittelsachse fährt.

Im Vorjahr gewann der kürzlich 16 Jahre alt gewordene Pilot aus dem Lunzenauer Ortsteil Berthelsdorf das Premierenrennen des neuen Northern Talent Cups (NTC) auf dem Sachsenring und führte danach die Meisterschaft bis zum Finale an. Dort brach er sich aber bei einem Trainingssturz das linke Handgelenk, das Schlüsselbein, einen kleinen Finger sowie einen Zeh und musste tatenlos zusehen, wie ihm der schon sicher scheinende Titel doch noch durch die Hände glitt. In der Gesamtwertung wurde er schließlich auf Rang 3 durchgereicht. Trotzdem bekam das Talent für 2021 einen der begehrten Startplätze im Red-Bull-Rookies-Cup. Dort soll Heinrich möglichst zum WM-Fahrer reifen.

Bereits vor der offiziellen Teampräsentation, die coronabedingt nur per Livestream erfolgte, weilte der Mittelsachse für zwei Wochen zum Trainieren in Spanien. "Endlich konnte ich den Winterrost abschütteln", strahlt Freddie Heinrich. Er habe zuletzt aber viel Sport gemacht und sei auch viel Enduro gefahren, teilweise im Schnee. "Das hat richtig Spaß gemacht."

Zur Reise auf die iberische Halbinsel in Corona-Zeiten sagte er: "Wir sind einfach losgefahren, ohne jegliche Vorbereitungsmaßnahmen, wie sonst auch. Das war kein Problem." Lediglich auf der Rückfahrt sei das Team an der französischen Grenze angehalten worden. "Man hat uns auch nach Corona-Tests gefragt, die wir nicht hatten. Letzten Endes durften wir auch so weiterfahren."

Mit seiner Vorjahres-NTC-Maschine und dem fast identischen Trainingsmotorrad ging es an drei Tagen auf richtige Rennstrecken. "Den Rest der neun Tage haben wir mit Supermoto- und Flat-Track-Fahren sinnvoll ausgestaltet", berichtet Heinrich.

Natürlich wurde auch sein Saisonziel im Vorzimmer der MotoGP - der Rookies-Cup läuft im Rahmen einiger europäischer Grand-Prix-Veranstaltungen - thematisiert. Dieses umreißt Heinrich so: "Ich möchte regelmäßig in die Top 10 kommen, weiß aber, dass das sehr schwer wird." Um bestmöglich vorbereitet zu sein, will der 16-Jährige vor dem offiziellen Test sowie dem für den 17. und 18. April in Portimao in Portugal geplanten Saisonstart noch einmal nach Spanien zum Training. "Und zu Hause werde ich jetzt noch viel Kraftsport machen und Kondition tanken."

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