"Wir müssen mental sehr stark sein"

Mit einem Heimspiel gegen Stahl Riesa starten die Fußballer von Germania Mittweida die neue Sachsenliga-Saison. Der Trainer grübelt noch.

Mittweida.

"Junge Wilde gegen einen großen Namen" - so umschreibt Germania-Trainer Uwe Schneider den Saisonstart seiner Sachsenliga-Fußballer gegen die BSG Stahl Riesa am Samstag. "Es ist sicherlich ein bekannter Gegner, aber ein Auswärtsspiel wäre mir zum Auftakt lieber gewesen", sagt der 59-Jährige.

Denn das erste Saisonspiel habe einen hohen Stellenwert - "und zuhause ist der Druck dabei noch etwas höher", sagt Schneider. Er erwartet eine völlig umgekrempelte Riesaer Mannschaft. "Der 3:0-Auswärtssieg beim VfB Zittau im Sachsenpokal hat gezeigt, dass wir Stahl ernst nehmen müssen." Schneider selbst grübelt zudem über seine Startelf. Zu viele Sorgen bereitet ihm noch die Abwehrarbeit. "Uns sind im Defensivbereich im Sommer zu viele Stützen weggebrochen." Angesichts von acht Gegentoren in drei Tests gegen Landesklasse-Teams läuten beim Coach schon die Alarmglocken. "Die Mannschaft arbeitet gut, keine Frage", sagt er. Manchmal wirken einige Jungs aber zu verspielt, andere Spieler brauchen dagegen noch Zeit, um ihr Leistungsniveau wieder zu erreichen. "Das ist bei den langen Verletzungen aber normal."

Die kommende Saison wird auf jeden Fall außergewöhnlich, nicht nur aufgrund der Auf- und Abstiegsregelungen. Zunächst spielt jedes Team in einer einfachen Runde gegen die anderen 21 Teams. Danach geht es für die zehn besten Mannschaften in einer Meister-, für die anderen zwölf in einer Abstiegsrunde weiter. "Der Staffelleiter hat uns mitgeteilt, dass die Hauptrunde auf jeden Fall bis Ostern absolviert sein muss", erklärt Schneider. Bei Ausfällen werden die Nachholspiele auch unter der Woche angesetzt. Für seine Mannschaft gelte es, sich in die Saison "reinzufressen": "Wir müssen mental sehr stark sein."

Fußball-Sachsenliga1. Spieltag: Sa., 14 Uhr: Germania Mittweida - BSG Stahl Riesa (Stadion am Schwanenteich)

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