Youngster mischt Etablierte auf

Beim Enduro-Klassiker "Rund um Zschopau" hat der Geringswalder Luca Fischeder die Wertung seiner Altersklasse gewonnen. Auch für Edward Hübner aus Penig lief es gut.

Geringswalde/Penig.

"Rund um Zschopau" - die Geländefahrt mit Kult-Charakter im Kalender der Deutschen Enduro-Meisterschaft - hätte für die beiden mittelsächsischen Enduro-Piloten Edward Hübner und Luca Fischeder kaum besser laufen können. Beide hielten im internationalen Feld richtig gut mit und zeigten sich zufrieden. Fischeder erkämpfte sich den Sieg in der Youngster-Klasse und Platz 6 im Championat, Hübner wurde Zweiter in der Klasse E 2 und Championats-Vierter.

Bereits zum vorabendlichen Prolog am Freitag, dem ersten Kräftemessen Mann-gegen-Mann auf einem mit verschiedenen Hindernissen gespickten Parallel-Parcours in Hohndorf, waren zahlreiche Zuschauer gekommen und sorgten für eine großartige Atmosphäre. Angefeuert mit tosendem Applaus, Fanfaren und modifizierten, laut dröhnenden Kettensägen wurden die Akteure zu wahren Höchstleistungen getrieben. Auch Luca Fischeder ließ sich davon anstecken. Der Geringswalder traf im direkten Duell auf seinen Teamkollegen Nick Emmrich aus dem erzgebirgischen Borstendorf und entschied dieses klar für sich. Zudem markierte der Youngster die neue Bestzeit, an der sich die nachfolgenden Fahrer zunächst vergeblich die Zähne ausbissen.

So auch Edward Hübner, der aber gestand, nicht voll durchgezogen zu haben. "Das war eigentlich nicht so beabsichtigt. Doch als neben mir mein direkter Konkurrent bei einem Sprung heftig zu Sturz kam, war auch bei mir der Riemen runter", berichtet der Peniger, der daraufhin lieber auf Nummer sicher ging. Somit lag Luca Fischeder weiterhin an der Spitze, der voller Anspannung das Renngeschehen auf dem "heißen Stuhl" des Gesamtschnellsten verfolgte. Erst ganz am Ende musste er diesen dann doch räumen, als der französische Gaststarter Théophile Espinasse, frischgebackener Vize-Juniorenweltmeister, seine ganze Klasse ausspielte. "Das ist schade, ich hätte so gern gewonnen", sagte Fischeder und schob augenzwinkernd nach: "Wenigstens bin ich der Schnellste von den deutschen Jungs."

Motiviert von diesem Einstand drehte der Geringswalder auch am eigentlichen Fahrtag mächtig am Gasgriff. "Ich hatte einfach Bock auf diese Veranstaltung", schmunzelte er. Dem Geringswalder schien am Wochenende alles zu gelingen. Im neuen Enduro-Test bei Waldkirchen, der sich durch seinen hohen Anspruch zum Scharfrichter der Veranstaltung entpuppte, nahm er seinen direkten Konkurrenten in der Junioren-Kategorie gleich eine volle Minute ab. So war sein Klassensieg letztlich ungefährdet und im Championat landete er mit Rang6 so weit vorn, wie noch nie zuvor. "Besser hätte es nicht laufen können. Es ist ein Traum, ich bin überglücklich, weil ich endlich mein ganzes Potenzial ausschöpfen konnte", jubelte der 20-Jährige.

Auch Edward Hübner, der beim Zschopauer Publikum seit jeher in hoher Gunst steht, zeigte sich dank seines zweiten Platzes in der E 2 hinter Tagesgesamtsieger Espinasse und dem vierten Rang im Championat sichtlich zufrieden: "Es war ein guter Tag. Ich habe schneller in meinen Rhythmus gefunden als in den Rennen zuvor." Die Prüfungen seien knackig, aber für ihn keineswegs problematisch gewesen, berichtete der Peniger. "Auf der Etappe hat mir trotz einiger Höhepunkte etwas die Würze gefehlt. Aber vielleicht lag es ja auch an der Witterung", schmunzelte Hübner angesichts des sonnigen Kaiserwetters, was der Strecke deutlich die Schwere nahm. So war der oft zitierte und besungene "Heilige Schlamm von Zschopau" nur an ganz wenigen Stellen zu finden, wie zum Beispiel am berüchtigten Schlammloch in Börnichen.

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