Zug: Keine rassistischen Anfeindungen

Verein: Zu Unrecht ins schlechte Licht gerückt

Freiberg/Zug.

Die Fußballer des Zuger SV sehen sich nach einer unschönen Szene bei der Vorrunde des Mittelsachsenscups am Sonnabend in Flöha zu Unrecht ins schlechte Licht gerückt. Es habe sicher einige wenig nette Bemerkungen gegen Spieler des BSC Freiberg III gegeben, erklärt Zugs Fußball-Abteilungsleiter Jonny Werder (Foto). "Aber keinesfalls rassistische Anfeindungen." Zudem habe sich der Zwischenfall nicht im Spiel der Freiberger gegen den Zuger SV, sondern gegen Rossau ereignet. "Von unseren Fans ist kein fremdenfeindliches Wort gefallen", betont Werder, der das Turnier in der Halle des Flöhaer Gymnasiums auf der Tribüne verfolgte. Er sei froh, dass die Situation nicht weiter eskaliert sei, nachdem ein BSC-Spieler den Ball in Richtung Tribüne geworfen und sich mit Zuschauern ein Wortgefecht geliefert hatte.

Außer dieser Situation - der zuvor ein Foulspiel eines Freibergers an einem Rossauer Spieler vorausging, der dafür die Rote Karte erhielt - sei das ganze Turnier ruhig und fair verlaufen, schätzt der Zuger Fußballchef ein. Sein Verein bemühe sich selbst um die Integration von Ausländern. So habe man einen Afghanen im Kader der ersten Mannschaft. Das Team hat sich nach dem Abstieg aus der Mittelsachsenklasse in der Kreisliga wieder gefangen. Dabei führen die Zuger nicht nur die Tabelle der Staffel Süd, sondern auch die Fair-Play-Wertung an, so Werder. "Wir hatten zuletzt sicher nicht den besten Ruf, haben aber viel getan, um unser Image zu verbessern", sagt der 50-Jährige, der seit 2018 Fußball-Abteilungsleiter des Zuger SV ist.

Milud Rajab, der Coach der Freiberger Fußballer, hatte seinen Spieler für dessen Verhalten ebenfalls kritisiert: "Er darf nicht die Fassung verlieren und so reagieren." In der Vorrunde in Flöha hatten Mittelsachsenligist Fortuna Langenau und der SV Linda (1. Kreisklasse) das Ticket für die Endrunde gelöst. (sb/erba)

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