Zum Derby in die Festung

In der Handball-Bezirks- liga treffen am Sonnabend der HV Oederan und der SV Grün-Weiß Niederwiesa aufeinander. Dabei soll eine Serie halten, eine andere aber reißen.

Oederan/Niederwiesa.

Die Oederaner Handballer hoffen am Samstag auf eine ordentliche Kulisse. Um diesem Wunsch Nachdruck zu verleihen, wurden diverse Plakate aufgehängt, die den Fans Lust auf das Derby gegen den SV Grün-Weiß Niederwiesa machen sollen. Die Vorfreude des Teams von Trainer Marco Börner ist durchaus nachvollziehbar, gilt die Oederaner Halle an der Frankenberger Straße doch in dieser Saison als kleine Festung. Viermal lief Oederan zu Hause auf, viermal durfte der HVO nach Spielende als Sieger vom Feld gehen.

So regelmäßig wie der Aufsteiger in den eigenen vier Wänden gewann, so zuverlässig gab er in dieser Serie in der Fremde die Punkte ab. Mit 8:10 Zählern liegen die Börner-Schützlinge deshalb nur auf dem 9.Tabellenplatz. "Natürlich wollen wir unsere Heimserie gegen Niederwiesa fortsetzen und mit einem Sieg für einen erfolgreichen Jahresabschluss sorgen", sagt der HVO-Trainer. Noch vor einer Woche musste sich sein Team bei der USG Chemnitz geschlagen geben. "Da hatten wir vor allem in der Deckung unsere Probleme", sagt Börner. Diese gilt es nun gegen den SV Grün-Weiß abzustellen. "Für uns ist es ein wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt", so der Oederaner Coach. Immerhin hat er für das mittelsächsische Derby alle Mann an Bord.

Im Lager der Grün-Weißen gibt es aktuell nur wenig Grund zur Freude. Der Mannschaft von Martin Herwick ist es diese Saison noch nicht gelungen, Fahrt aufzunehmen. Die letzten drei Begegnungen, darunter gegen den Tabellenletzten Burgstädter HC, gingen verloren. Die bisherige Punktausbeute (5:15) reicht nur zum 10. Platz. Deswegen hat es in der Mannschaft reichlich Diskussionsbedarf gegeben.

"Für uns ist es die letzte Möglichkeit, 2019 für ein Erfolgserlebnis zu sorgen", so Herwick. Und er weiß auch schon, wie es mit einem Sieg klappen könnte. "Wenn wir etwas mitnehmen wollen, muss es uns gelingen, das Konterspiel der Oederaner zu unterbinden." Dabei sollten die ersten 20 Minuten der Partie gegen Mittweida Maßstab sein. Dort hatte Niederwiesa 12:9 geführt, schließlich aber 24:32 verloren. Vielleicht können mit Hilfe von Marco Richter, der mit 64 Toren bislang am besten traf, die Punkte aus der Festung Oederan entführt werden.

"Nachdem die Ergebnisse ausblieben, hat sich die Mannschaft zusammengesetzt und Ursachenforschung betrieben", erklärt Dieter Kahle von der Niederwiesaer Abteilungsleitung. Dabei gab es keinerlei Schuldzuweisungen, "vielmehr will die Truppe gemeinsam aus diesem Tief heraus", so Kahle. Die Mannschaft halte nach wie vor zusammen, und ein Sieg in Oederan könnte sicher viele Blockaden lösen.

Der Anpfiff ertönt 19 Uhr. Bereits 17 Uhr treffen die noch immer punktlosen Oederaner Damen in der Bezirksklasse auf den HC Glauchau/Meerane III.

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