Zum Jubiläum gemeinsam aufs Parkett

Der RV Wanderer Chursdorf hatte zum 40. Mal Partnervereine zum Turnier eingeladen - aber wieder nach Thüringen.

Chursdorf.

Bei den Radsportlern des RV Wanderer Chursdorf hat es am Wochenende wieder Grund zum Feiern gegeben. Der 115. Geburtstag des im Mai 1902 gegründeten Vereins wurde zwar schon im vergangenen Jahr begangen, aber auch in diesem Jahr fand sich ein Jubiläum: Seit nunmehr 40 Jahren veranstalten die Radballer aus dem kleinen Peniger Ortsteil ihr traditionelles Pokalturnier mit befreundeten Mannschaften - inzwischen zum siebenten Mal gemeinsam mit den Sportfreunden aus dem thüringischen Langenleuba-Niederhain.

Die Bande zwischen beiden Vereinen reichen bis in die 1970-iger Jahre zurück und seien "sehr eng", sagt Frank Eidner, der Schatzmeister des RV Wanderer. Die Chursdorfer trainieren seit sieben Jahren auch in Thüringen, nachdem ihre Sporthalle in Penig geschlossen wurde. Und Jan Mehnert, der an der Spitze des aktuell nur achtköpfigen Vereins steht, spielt mit dem SV Langenleuba in der Oberliga Thüringen.

Auch die Gästeteams wurden am Samstag in der Sporthalle in Langenleuba-Niederhain, knapp 20 Kilometer von Chursdorf entfernt, empfangen. Das Turnier sei erneut eine runde Sache gewesen, freut sich Eidner. Das Chursdorfer Radball-Urgestein war dabei auch wieder privat Gastgeber für die Sportfreunde aus Forst bei Karlsruhe. Die Baden-Württemberger nehmen seit 28Jahren die 1000 Kilometer für die Hin- und Rückfahrt in Angriff. Allerdings musste das Team des RV Möve Bilshausen (Landkreis Göttingen) kurzfristig absagen. Dafür fuhr der Röthaer SV mit zwei Teams aufs Parkett.

Den Pokal sicherte sich wie im Vorjahr der Ludwigsfelder RC. Das Team aus der Oberliga Brandenburg gewann alle fünf Spiele über zweimal sieben Minuten und verwies Mit-Gastgeber Langenleuba (mit Jan Mehnert und Marcel Taube) auf Platz 2. Karsten Olbrich/Felix Kirste fuhren für den RV Wanderer auf Rang 4 - und machten so den letzten Platz des Vorjahres vergessen.

Im Vordergrund stand aber ohnehin das gemeinsame Treffen, sagt Frank Eidner. "Die Kontaktpflege ist immens wichtig." Auch wenn alles mittlerweile einige Nummern kleiner ausfällt. Früher spielten die Chursdorfer in der 2. Bundesliga, waren Teams aus Österreich, der Schweiz, Tschechien und Belgien beim Pokalturnier dabei. Jetzt habe der Verein nur noch ein Bezirksklasse-Team, so Eidner.

Seit 1964 gehört der 64-Jährige zum Verein, bis zum Frühjahr fuhr er auch regelmäßig aufs Parkett. Im Moment zwingt den früheren DDR-Oberliga-Spieler eine Schulterverletzung zum Zuschauen. So musste Eidner gerade auch auf den Start bei einem Turnier in Frankreich verzichten. Das nächste Treffen mit früheren Weggefährten verhindert die Schulter nicht: Als Zuschauer geht es im November zur Weltmeisterschaft nach Lüttich.

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