29 Besatzungen fahren zum Neustart mit

2008 gab es das letzte Mal eine Vogtlandrallye. Nun hat der Vogtländische Motorsportclub rings um Leubnitz wieder einen Rallyesprint ausgerichtet.

Leubnitz.

"Ich bin so oft gefragt worden: Wann macht ihr wieder eine Rallye?", so Uwe Langheinrich, Chef des veranstaltenden Vogtländischen Motorsportclubs (VMC) Plauen. Immerhin 29 Besatzungen aus der Region, aber auch aus Coburg, Naila, Weida oder Pößneck starteten in Leubnitz. Es hätten schon noch ein paar mehr sein können, deutete der Vereinsvorsitzende an. Über 30Nennungen hatte es vorab gegeben. "Aber wir sind zufrieden", so Langheinrich. "Von unserem eigenen Club fahren nur drei mit."

Dennoch waren von den 38 Vereinsmitgliedern am Samstag 32 im Einsatz und auch so manche Ehefrau. Ob als Helfer an der Strecke oder bei der Prüfung am Leubnitzer Bürgerhaus, wo etwa Klaus und Ursula Rothe tätig waren. "Ich bin früher selbst Rennen gefahren", sagte Rothe. "Stolz bin ich auf unsere Jugendgruppe", so der Vereinsvorsitzende. Die hatte die Organisation des Rallyesprints in die Hand genommen. Die Jugendgruppe sei es auch gewesen, die die Leubnitzer Freiwillige Feuerwehr, zu der es eine gute Verbindung gibt, für die Durchführung der Rallye mit ins Boot geholt habe.

Gewertet wurde in sechs verschiedenen Klassen. Als Gesamtsieger der Rallye, bei der dreimal die gleiche Runde gefahren wurde, gingen Sebastian Zimmermann und André Jokusch aus Plauen und Neuensalz hervor. Sie fuhren einen Mitsubishi Lancer für den ADAC Sachsen. Die Rallye begann in Leubnitz. Die Strecke führte vorbei an der Teichmühle in Richtung Schneckengrün bis kurz vor Rößnitz, wobei die zumeist schmalen und kurvenreichen Straßen während der Rallye für den öffentlichen Verkehr gesperrt waren. Mit einem Trabi gingen Stefan Oberrauch aus Ranis und Susann Finger aus Schneeberg an den Start. "Wir machen aus Spaß mit." Und sie nutzten das Rennen im Vogtland als Test, da für sie Ende Oktober die Lausitz-Rallye bevorsteht. Auch Denny Hantke aus Zwickau fuhr mit einem aufgetunten Trabi vor. "Weil es Kult ist." Bis zu 130 Stundenkilometer schaffe der "Plastebomber". Jessica und Sven Wesotowski vom MSC Pößneck, zu dem der VMC freundschaftliche Kontakte pflegt, waren mit ihrem Opel Kadett E GSI 16 am Start. Die Greizer Harald Teuber und Ingo Pösstling vertraten den VMC Plauen.

Ein solches Rennen bedarf einer immensen Vorbereitung, erklärte Uwe Langheinrich. "Seit April haben wir darauf hingearbeitet." Es sei organisatorisch aufwändig gewesen, wobei das Regularium bei einem Rallyesprint im Vergleich zu einer großen Rallye schon abgeschwächt sei. "Bei der Sicherheit gibt keine Abstriche. Das geht vor und ist am wichtigsten", versicherte Langheinrich. Nächstes Jahr stehe überdies eine Regeländerung ins Haus. Das mache es noch mal schwieriger, eine eigene Rallye zu organisieren. Dazu kommen finanzielle Anforderungen, die man nur mit Hilfe von Sponsoren stemmen kann.

Endstand Gesamtwertung: 1. Sebastian Zimmermann und André Jokusch aus Plauen und Neuensalz (ADAC Sachsen) mit Mitsubishi Lancer, 2. Helmut Hodel und Wolfgang Plank (AC Hof) mit VW Golf GTI, 3.Sven Karpa aus Etterwinden und Katharina Heß aus Reurieth (RSG Mosbach) mit BMW E 36 M 3.


Einst Fahrer, jetzt Kommissar

Der Vogtländische Motorsportclub hat mit der Rallye eine Tradition wiederbelebt. Simone Zeh sprach mit dem Vorsitzenden Uwe Langheinrich.

"Freie Presse": Wie viele Mitglieder hat der Vogtländische Motorsportclub heute?

Uwe Langheinrich: Wir sind 38 Mitglieder, die aus Plauen und dem Vogtland, aber auch aus der Zwickauer Gegend und Greiz kommen.

Sie sind selbst Rallyes gefahren?

Das letzte Mal war ich im Jahr 1987 aktiv bei einer Rallye dabei. Mein Hobby ist der Motorsport geblieben. Heute bin ich Sportkommissar.

Was tun Sie als Sportkommissar?

Ich bin deutschlandweit bei der Überwachung von Motorsportveranstaltungen aktiv, hatte 16 Einsätze dieses Jahr. Ich werde geordert zu Rallye-Veranstaltungen oder nehme selbst Verbindung zu Motorsportclubs auf.

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